Die Bkatlwestvn. Erste Familie.
8z-
den dreygliederigen Fühlhörnern ist das innerste oder Wurzelglied lang und schwarz, unddas äußerste oder KolbrngUed getbrolh. Kopf und Vorderleib haben weißgraue Haare.An der Wurzel des Hinterleibes »st ein Ouecrsirerf. Der 2. und 3. Einschnitt haben jedereine gelbwelßo Makel; der 4., 6. und 7. Einschnitt sind gelbgerandet, und zwar so,
daß sie wie 4 gelbe Queerbinden auesehen, wovon die letzte zugleich den Hinterleib endigt.Die Füße sind gelbroth mit schwarzen Schenkeln.
Aufenthalt. In Deutschland und England.
Z. Die Korbweiden-Blatlwespe. Tentliredo amerinae, Lin.
Namen, Schriften undNachweisung der Abbildung.
Weidenschlupfer.
Tentlnedo amerinae I,in. 921. 7.
— — Fafa. Ent. II. icö. 5.
— — Aschqraue Blattivcspe auf Weiden . Gleditsch II. 6y.
— — Walthero Forjiphysiographte 394.
Rösel II. Wespen, t. 1. Männchen, t. u. Weibchen.
Kennzeichen der Art. Männchen. Die Fühlhörner sind gekeult, dieLippe ist weiß, d.r Kopf und Dorderleib grauwollig; der Hinterleib dunkelgrau, und derAster nicht roth. Die Unrerstäche des Himerl?ibes ist gelbroth.
Weibchen. Kleiner als das Männchen, aber die Fühlhörner, Lippe, Kopfund Vorderleib ebenso. Der glatte Hinterleib ist schwarzer, mit gelblichen Einschnittenund rothem After. Die Unccrfiäche des Hinterleibes ist schwarz.
Larve. Blaßbläulichgrün und runzelig, mir 22 Füßen, davon nur die vordemoder Drustfüße spitzig und länger sind. Sie trägt, wie alle andere, den Hinterleib ge-krümmt, wenn sie ruht.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen InsectS.Sie ist sehr dunim und raub, und läßt sich leicht fangen. Das Männchen ist 10 bis 11Linien lang; auch besitzen wir ein Stück von 1 Zoll Lange. Ev hat einen großen grauenKopf, große schwarze, glänzende Augen, kurze, dicke, mit ockerbraunen Kolben besetzte,dreyglieoerige Fühlhörner. Die Kinnlade ist lang und scharf, und die Lippe weiß. DerDorderleib, nämlich Rücken und Brust, und die Schenkel der 6 Füße sind mit grauen,wolligen Haaren stark bewachsen. Der Hinterleib ist auf der Unterstache nebst den Schien-beinen und Füßen gelbroth, auf der Oberstäche aber dunkelgrau. Die Vorderflügel,welche braune Aoern und einen brauneri Fleck am Außenrande haben, bedecken die Hinker-fiügel ganz.
Das Weibchen ist dem Männchen mehrentheils ähnlich, nur etwas kleiner,statt daß es größer seyn sollte. Gemeiniglich hat es die Lange von den kleinsten Exempla-ren des Männchens. Außerdem ist a) der Hinterleib glatt und schwarz mit blaßgelben Ein-schnitten ; k>) ist die Unterfiäche des Hinterleibes gar nicht braunroth, sondern schwarz;c) ist die Spitze des Hinkerlribes orangegelb, mit einem Legestachei, der aus 2 sägeförmt-gen Blättchen besteht, und nicht zum Stechen, sondern zum Eyerlegen bestimmt ist.