Die Blattwespen. Sechste Familie. 86;
Flügelgelenken. Ueber den abgerundeten Hinterleib ziehen sechs schwarze Einschnitte oderRinge, die sich nahe begi'änzen. Die durchsichtigen Flügel haben keinen Punct.
Die arfüßige, schmutzigweiße, sieben bis acht Linien messende Larve hat einenbreiten, sehr bleichgrünen Längs-Mittelstreif, der zuletzt graugrün wird, mit dergleichenSeiten. Der kleine , mattbraunröthliche Kopf führt 2 schwarze Puncte, und Har einendergleichen Mund. Sie lebt gesellig im JuniuS im Nadelholz, und pflegt sich zu Anfangdes Julius in einem, etwas über drey Linien messenden, schmutziggelbgrauen Tönnchen zuverpuppen, um sich nach 19 Tagen zu entwickeln.
Aufenthalt. Die Blattwespe stellt sich bald in der Mitte, bald zu Ende desJulius oder später in den hiesigen Nadelhölzern ein, wo ihre Larve sich von den Föhren ,nadeln theils im Junius theils im Julius genährt hatte. — .Es wird derselben in denJnsectenwerken nicht gedacht.
Zu ihren Feinden gehört die Zehrwespe in den Blattwespen, Ichneumon teu-thredinum Scliarfenberg, welche ein einzelnes Ey an die Larve bringt.
Anmerkungen. Bei) dieser Gelegenheit sind noch folgende Blattwespen-Larven anzuzeigen, näm-lich eine auf Kiefern und sechs auf Erlenbäumen, von denen uns theils die Verwand-lung noch nicht bey allen glückte, theils vor der Abfendung dieser Abtheilung zum Druck (vordem Ende des Jahres 1804) noch nicht erfolgt war, und worunter vielleicht die Larven so wohlder Erlenbusch - Blattwespe, (alni Lin.) als auch wohl der ir pnnctirtcn sich befinden mag.Wir wollen ihnen so lange eigene Namen beylegen, bis es sich zeigt, welche Arte» davon schonunter systematischen Namen vorhanden sind. Die Bauchfüße sind, wie bey allen Larven dieserGattung, sehr klein.
1. Die Larve der Nadelbaum-Dlattwespe, lentAreäo pineti (so wollen wir sie nennen).Diese neun Linien messende, schmutzigweiße, ins Grüne fallende, in großen Gesellschaften lebendeLarve hat eine» aschgrauen, zuweilen graugrünen breiten Längsstrcif über den Rücken, den aufjeder Seite eilf schwarze Puncte begränze.i, so daß aber der erste Punct auf grauem Grundesteht. Noch eine dunkle, nicht so wobt schwarze, als vielmehr blcyfarbige Längslinie zieht mit-ten durch den Rückenstreif hinab, und scheint der durchscheinende Darmcanal zu seyn. Der matt-rorhbraune Kopf hat über dem Maul einen schwärzlichen, herzförmigen Fleck zwischen zwey tief-schwarzen Puncten, über welchen noch zwey, mehr oder weniger schwarzgefärbte Striche stehen.Dichte an der Wurzel so wohl der 6 schwarzen, mit Grün geringelten Drustfüße, als der sech-zehn übrigen, mit dem Körper gleichfarbigen, ganz kleinen Füße (die Nachschieber mitgezählt)stehen zwey bis drey ticfschwarze Puncte, die zuweilen zusammen fließen.' Ehe eine frische Häu-tung angeht, verfärbt sich das aschgraue Band oder Streif des Rückens, und wird wie der übrigeKörper; nur die Puncte des Rückens und die an dem Rücken bleiben.
Die eyrunden, 4I Linien langen, 2 Linien breiten Tönnchen, in die sich die Larven vomi. September an und so fort einspinnen, haben eine hellgraue Ferbe, die ein wenig ins Lehm-farbige übergeht. Sie nähren sich im August auf jungen Kiefern, und entblättern erst einenZweig ganz, ehe sie einen neuen wählen.
2. Die Larve der Schwarzerlen - Dlattwespe, Tenthrerlo alniastri (Scharfenberg), istschmuhiggrü», sehr glänzend, cylindrisch, mit dunkelgrüner Rückcnlinie und zwey ganz feinenPuncrenreihen an jeder Seite. Der Füße sind zwanzig. Der kleine helldraune Kopf hat %
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