Die Marienkäfer.. Erste Fgmili?.
2. Der siebenpunctirke Marienkäfer. Ooccinblla 7xunctata, L.L».
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Gemeiner Marienkäfer, HerrgottSkühlein, Gotteskühlein, Sicbenpunct, sieben«punctirter Sonnenkäfer.
Coccinella 7 punctata Lin. 58t. 15. Müller 151. 15. t. 4. f. 1. 2 arvc.
— — 1' ab. Ert. 1. 1. 274. 41.
■— — Fab. Syß. lileuth. I. 364. n. 53.
— Geoffroy ins. I. gri. t. 6. f. 1.
Rösel TT. Erdkäfer III. S- 7. r. 3. f. 3.
Scliaefseri Icon. t. 9. f, 7.
Kennzeichen der Art. Käfer. Die Decken sind hochroth; beyde zusammenmit 7 schwarzen Puncten bezeichnet.
Larve. Bläulichgrau, kleinköpfig, sechsfüßig, und mit unzähligen Warzen be«seht, die alle, bis auf einige wenige orangegelbe, schwarz sind.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Der Käfer ist 4 Linien lang, und nebst dem augigen Marienkäfer unter den inländischender größte seiner Gattung. Der kleine Kopf, der Halsschild und die zwey kurzen Fühlhör«ner sind nebst der ganzen Unterseite sattschwarz. Doch finden sich am Kops noch 2 kleine,und am Halsschild an den Ecken zwey größere, weiße Puncte oder Flecken, nämlich an je»t»ec Ecke einer. Jede hochrothe Flügeldecke führt drey schwarze Puncte, und an der Nathder beyden Decken einen gemeinschaftlichen. Wenn das Thierchen nicht mehr lebt, bleichtdie Röche von Zeit zu Zeit immer mehr aus.
Die Larve ist 4 Zoll lang; der längliche Leib wird hinten zu spitziger; die Farbeist bkäulichgrau. Der sehr kleine Kopf ist schwarz eingefaßt, und mit kleinen Kinnladenversehen. Alle eilf oder zwölf Gelenke des Körpers sind mit vielen erhabenen Eckspitzenoder Warzen besetzt, mehrentheils von schwarzer Farbe. Doch sind auch sechszehn dersel«ben orangegeib, allemal zwey beysammen. Die zarten und etwas langen Füße sind schwarz.Die Verpuppung geschieht auf einem Blatt. Der Puppenstand der orangegelben, mitmancherley schwarzen Puncten und Flecken gezierten Nymphe oder Puppe dauert vier«zehn Tage.
Aufenthalt und Fortpflanzung. Seine erste Erscheinung ist nach seinerUebcrwinterung im Käferstande wo nicht im Februar schon, wenigstens im März, aufWeidenbaumen und andern Orten, und weiterhin im April, May und Junius. Seinezweyte (wiewohl er einzeln das ganze Jahr vorhanden) ist besonders im August. Wassich aber im Herbst begattet hat, stirbt vor Winters.
Das befruchtete Weibchen legt die Eoer an allerley Gewächse, aber allemal auf dieUnterseite der Baumäste und zwischen die Rinde der Zwetschchen, Pfirsichen und andererObstöäume haufenweis, nicht vertheilt, und zwar so, daß sie nicht darauf liegen, sondernangeleimt der Länge nach darauf stehen. Sie sind spindelförmig, gelblich glänzend, an«sanglich hellgelb, nachher oranienfarbig.
Nutzen.