Die Wassernymphen.
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Siebente Gattung.
Die Wassernymphen. Libellulae, Lfn. Jungfern, Wasserjungfern, Libellen,
Teufelspferde, Schillebolde.
Kennzeichen der Gattung nach Linne'.
Die Fühlhörner sind kürzer als der Vorderleib; der Mund hak zusammen«gesetzte Kiefer; die Flügel sind sehr ausgebreitet, und das Männchen hat amSchwanz einen scheerenförmigen Haken.
Der Hinterleib besteht, wenn man das kurze Gelenk auf dem Vorderleibe sogleichmit dazu rechnet, aus zehn Gelenken. Ihre Begattung hat sehr viel Außerordentliches.Das Männchen packt daö Weibchen mit seiner Schwanzfcheere um den Hals, und diesesbiegt den Hintern Theil herum bis zum männlichen Glied, das sich am ersten Ringe hinterdem Vorderleibe befindet. .Die Eyer sind länglich, und werden ins Wasser gelegt; dieLarve ist grau, etwas gefleckt, sechsfüßig, höckerig, hautet sich einigemal, und lebtvom Raube im Wasser. Die Puppe unterscheidet sich von der Larve dadurch, daß siegrößer und mir Flügelansätzen versehen ist; übrigens setzt sie ihre räuberische Lebensartim Wasser fort.
Sie machen beym Fabricius die ganze fünfte Ordnung: Odonata , in seinerEntomol. system. auö, indem sie daselbst in drey Gattungen zerfallen: 164. Libellu-la; 165. Aeslma; jsi6. Agrion. Ihre Gattungskennzeichen nach Fa-bricius sind: Libellula: öte Lippe est dreyspallig, mit einer überaus kleinenFalte; die Fühlhörner sind sehr dünn und fadenförmig. — 165. Aeslma: die lippe
ist dreyspalcig, die Seitenfalten sind abgestumpft, gezahnt, und die mittelste ausgerandek.— 166. Agrion: die Lippe ist dreyspalcig; die äußern Falten sind zweyspaltig; dieFühlhörner sind sehr dünn und fadenförmig. Die Fabriciusischen Nebenkennzeichensind: Libellula: der Körper ist groß, verlängert, dünn, ungerandet und behende;der Kopf ist groß, abgerundec, hervorgestreckt; die Augen sind sehr groß, eyrund, stehenan den Seiten, gehen an der Spitze zusamnien; die Fühlhörner sind kurz, dünne, voneinander etwas abstehend, im Bezirk der Augen eingefügt; die Stirn ist blasig, erhoben;der Brustrücken viereckig, filzhaarig, flach, ungleich; das Schildchen ist kaum deutlichzu sehen; der Hinterleib ragt weit hinaus, ist blasig, öfters dreyeckig. Der After desMännchens hat vier Blätterchen; die vier Flügel sind einander beynahe gleich, flach, ge-zittert; die Füße kurz, stark, geftanzt; die Fußblätter dreygliederig; die Farbe ist ge-scheckt , und verändert sich nach dem Tode des Jnsectö.
Aeslma; der Körper ist groß, verlängert, ungerandet, behende; der Kopfgroß, hervorgestreckt, abgerundet; die Augen sind sehr groß, eyrund und heransstchend,an der Seite befindlich und an der Spitze zusammenlaufend; die Fühlhörner sind kurz,dünn, im Augenbeziek eingefügt; die Stirn ist blasig und erhoben; der Vorderleib erho-ben, filzhaarig; das Schildchen kaum unterscheidbar; der Hinterleib verlängert und cylin«drisch; der After hat vier gleiche flache Blätter; die Füße sind kurz, stark, geftanzt; dieFußblätter dreygliederig. Die scheckige Farbe verliert sich beym Tode des Jnseces.
Dddddd 2 Agrion:
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