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Forstliche Reiseeindrücke aus Nord-Amerika und die Weltausstellung in Chicago / von A. Runnebaum
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daulMunu. Auch die Weymouthskiefer, die ich in vorzüglichen Wuchs-verhältnissen gesehen, mag aus waldbaulichen Gründen und, weil auch ihreVerwendungsfähigkeit immer mehr zunimmt, auf unseren Diluvialbödeu alsMischholz beachtet werden.

Ebenso wird die Douglastanne für manche Standorte, so für Gebirgs-boden und Lagen niit hoher Luftfeuchtigkeit, ihrer Raschwüchsigkeit wegen alsMischholz, besonders im Buchenhochwalde, weiter zu berücksichtigen und auchdie Strandfichte für die von mir bezeichneten Oertlichkeiten als Einsprenglinggerechtfertigt sein.

Weit beachtensiverther für den Anbau erscheinen mir nach Beobachtungenin den holzverarbeitenden Gewerben in Amerika und auf den Holzhandels-plätzen in Hamburg und Bremen aber einige amerikanische Laubhölzer.Der Nußbaum (änAluns liiern) wird als Fournier und kürzeres Schnitt-holz nach Deutschland exportirt und deren Werth nach mehreren MillionenMark bemessen. Auf den Alluvialböden in unseren Mittelwaldbeständenfindet er seinen naturgemäßen Standort. Ebenso ist die amerikanische Esche(b'rg.xiuus ÄErieanu) aus bereits angeführten Gründen imWagnergewerbeund in der Möbelindustrie hochgeschätzt. Sie stellt nicht die hohen An-sprüche an die humosen Böden, wie unsere deutsche Esche, und ist auch weitraschwüchsiger als die letztere. Dasselbe gilt auch für den amerikanischen Zuckerahorn (^.osr suacüwrinuiu). Für unsere sandigen Bodenarten sind dieBirke (Lktulu lsuku) und die Kirsche (Urunus serotiinz.) empfehlenswert^sie werden ihrer schönen Textur und Politurfähigkeit wegen beim Eisenbahn-waggonbau und in der Möbelindustrie immer mehr begehrt und als Export-artikel bereits ins Auge gefaßt.

4. Ausnutzung des Urwaldes.

Die Ausnutzung des Urwaldes liegt meist in den Händen großerAktiengesellschaften. Es sind die Eisenbahngesellschaften, welche in nichtunbedeutender Ausdehnung an den Eisenbahnlinien über das bei Anlageund beim Ausbau der Eisenbahnen ihnen überwiesene Terrain verfügenund in der Regel zuerst mit den Hieben im Urwalde beginnen.

Am Fuße des Mountshasta, im Kaskadengebirge, fand ich Gelegenheit,eine Zeitlang das Leben der Waldarbeiter in den Kamps im Urwalde,die Fällungs- und Transporteinrichtungen und die Verarbeitung des Holzeseingehender kennen zu lernen.

Die von den Eisenbahngesellschaften angeworbenen Waldarbeiter sindkräftige, gesunde Männer, tüchtig und leistungsfähig in ihrem Gewerbe,betrachten die fleißige Arbeit als eine der schönsten Tugenden und wollen vomachtstündigen Arbeitstage noch Nichts wissen. Sie tragen warme Woll-anzüge, eine Art Flausgewebe, in den verschiedensten Farben (roth, blau,grün, grau). Die Jacke wird durch einen gleichfarbigen Gurt zusammen-