Hauptkanal allzusehr von der großen Rietfläche, welche sich von Ober-hausen gegen Oerlikon hinzieht, entfernt und zur gehörigen Entwässerungderselben unumgänglich nöthig geworden wäre, gleichwohl noch einenHauptgraben von der Herzogenmühle bis znr Wiedervereinigung beiOberhausen mir genügender Tiefe zu erstellen, was unstreitig die Kostender Korrektion wesentlich vermehrt hätte.
Die in jenem ältern Plane eingezeichneten Kanallinie» von Greifen-see bis in die Nähe der Kriesbachmündung stimme» mit dem Projektedes Herrn Hüni ziemlich genau überein, von da an aber liegt ein ganzneues Projekt vor, dessen Bedeutung weiter unten besprochen werden soll.Da deni mehr ermähnten Plane aus den Jahren 1820—1823 keinerleiHöhcuzahlen und Nivellements beigegcben sind, so gibt er über das damaligeProjekt in hydrotechnischer Beziehung keinen genügenden Aufschluß. Esist aber in dieser Beziehung um so mehr von Nutzen, dem schon berühr-ten Berichte der Wafferbaupolizcikommission vom 13. Weinmonat 1812einige aus die Korrektion der Strecke Glattbruck-Greifenscc Bezug habendeDaten zu entnehmen, als im großen Ganzen die Verhältnisse seit damalsin dieser Abtheilung sich nicht wesentlich geändert haben und die in jenemBerichte niedergelegte hydrographische Beschreibung, sowie die hydrotech-nischen Perbesserungsvorschläge heute noch alle Beachtung verdienen. Esheißt im hydrotechnischen Theil des Berichtes:
..Im letzten Flußbezirk der Glatt, welcher sich von der Glattbrückebis nach dem Greifensee erstreckt, hat dieser Fluß im Ganzen 45' Fall,oder aus 1000' Länge nicht völlig 14/-»' Fall. Von diesem Gefälle nehmendie drei in diesem Bezirk liegenden Mühlen 9 Fuß weg, wodurch nichtwehr völlig 1 Fuß Gefälle auf 1000' Länge übrig bleibt. Dieses Gefällewäre noch ziemlich hinlänglich für einen befriedigenden Wasserabfluß,wenn es gleichförmig vertheilt wäre, welches aber nicht der Fall ist; denndon der Glattbrücke an bis zum Einkauf des Steildaches hat die Glattuur ungefähr 2/4 Fuß Fall auf 1000' Länge. Von da bis zur obernDübendorfer Mühle vermehrt sich dieses Gefälle auf 2 Fuß, und von dabis zum Greifensee nimmt dasselbe wieder so ab, daß es nicht viel über^2 Fuß auf 1000 Fuß Länge beträgt."
„Oberhalb der Glattbrücke hat auch noch eine ziemliche Strecke weit"n neues ziemlich gerades, neben dem alten mannigfaltigst gekrümmtesFlußbett statt, folglich ist die Versäucrung alt, weil schon im vorigenJahrhundert dagegen gearbeitet wurde, allein die neue Glatt leistet sowenig, daß erst kürzlich einige Bogen der alten Glatt durchschnitten wür-ben, aber ohne wesentlichen Erfolg; denn so lange der Ablauf des Wassers