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Hochgericht Schanfigg. Durch dieses, den Lauinenstürzen aus-gesetzte Thal rauscht der Sappünecbach, eiueS der w'üthend-ften Bergwaffer Graubündens , der eine der Haupkquellender Pleffur ist.
Sara/ auch Sor, heißt im St. Gall . Bez. Sargansein schöner Waffersturz, ^ St. oberhalb Vilters . Mc-isteht ihn auf dem Wege nach Ragatz zur Rechten der Land-straße, wie er, besonders zur Zeit der Schneeschmelze, ineinem Bogen von bedeutender Höhe herabschäumt, und dasFlüßchen Sarn bildet, (s. Garn.)
' Sard a s ker kha l, das, ein aus schönen ebenenAlpen bestehendes Thal, im Hochgericht Klosters und bünd.Zehngerichtenbund. Es ist 1 St. lang bis an den Fußdes Selocettagebicgs, unter dessen Gletschern die Landquartentquillt.
Garen, s. Sarn.
SarganS , Bezirk-, im Kanton St. Galle», dervon den Kantonen Graubündeu und Glarus und den Bez.Togenburg und Uznach und dem Vorarlberg eingeschlossenwird, viele Hohe Gebirge und Alpen begreift, zwischen wel-chen zwar fruchtbare Thalgründe sich befinden, die aber vonden sich durchwälzenden Bächen beschädigt werden. DieserBezirk enthalt ausser einer beträchtlichen Anzahl zerstörterRitterburgen mehrere größere und kleinere Dörfer, welchezusammen 7754 Gebäude, die 1822 zu 2,181,515 fl. ver-sichert waren, mit 19,866 Einw. zählen, nebst dem Klosterund Bade Pfeffers. Der Weinbau, der ein gutes Gewächsliefert, ist beträchtlich, so auch der Obst - und Maisbau undKartoffelpflanzungen; doch bleibt die Hornvieh-, Pferde-,Schaf- und Ziegenzucht das Hauptgewerbe, da das Länd-chen viele Maiensäße und Alpen hat. Dieser Umstand ver-hindert bei den Einwohnern das Aufkommen von Industrieund Handelsbetrieb. Das Vieh würd größkentheils nachLauis, das Obst nach Glarus , bisweilen i» den KantonZürich ausgeführt. Der Bezirk hat 36 Schulen, welche bei2500 fl. jährlich kosten. Einige Strecken öden Geländes,desonderS des Bovels, zwischen Nagatz und Sargans , unddie Rheinebenen von Azmoos, Seevelen und Werdenberg ,könnte» leicht benutzt und angebaut werden, allein der Land-mann ist nicht geneigt, Kultnrversuche zu machen, so langenicht der Rhein , die Seez und andere Gewässer in einengeres und gerades Bett zurückgewiesen werden. Durch«ine zweckmäßige Leitung und Eindämmung der Seez dürftedem Linthunternehmen für Wallenstadt die Krone aufgesetztwerden.
Sargans , Stadt, Bezirkshauptort, ein Städtchenvon 105 Häuf. und 683 kathol. Einw., zwischen dem Rhein und der Seez, am Fuße des Gontsnbergs, bei der Kirche1580 F. ü. M., wo die Straße aus Bünden, dem Rhein-thal und von Wallenstadt sich vereinigen. Die Abtei Pfef-fers , welche das Patronatrecht der Pfarre hat, unterhält hierden schönen Pfarrhof. Im Dezember 1811 brannte der Ortgrößtentheils ab, hat sich aber wieder schön aus der Ascheerhoben und ist nun ohne Thore. Schöne Häuser zieren ihnjetzt, die zu zwei und zwei aneinander gebaut ihn vor ab»-