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Flußspathen und Spakhen aus. Eins zweite, noch in dessenAbsitz gebliebene Mineraliensammlung nimmt zwar einen kleinenRaum ein, weil der Besitzer nur Stücke von einem kleinern For-mat in dieselbe aufnahm; allein sie sind wohlgewählt, belehrendund reich an schönen Gotthards-Foffilien. Die Sammlungseiner Versteinerungen beschränkt sich mehr auf den engernKreis seines Vaterlandes, besonders des Aargauischen Jura'sund die Sandsteinformationeii desselben; doch wurden dieschön erhaltenen Arten aus der Tertiar-Formation von Bor-deaux, Paris, Piacenza u. a. O. als Anhang davon nichtausgeschlossen. Die zoologische der naturforschenden Gesell-schaft ist durch die Beiträge ihrer Glieder, gemeinnützigerBürger, und Ankauf, ungeachtet der kurzen Zeit ihresDaseins, schon ansehnlich vermehrt worden Das ornitho-logische Kabinet des Herrn Frei - Herose hat zwarkeine ausländische Vogel auszuweisen, ist aber sehr reich undvollzählig an europäischen Acten. Man findet darunter meh-rere Seltenheiten, die man in vielen großen Sammlungenvergebens sucht; z. B. B'o nellis Adler, den Schlacht-falken, die Zwergeule, den weiß rüstigen Specht,den Frankolin, den isabellfarbenen Läufer undviele Sl-idere. Eben daselbst findet man auch eine Sammlungvon Vögelskeletten und eine zahlreiche Sammlung von Kry-stallmodellen. Ausser den Vögeln sieht man bei Herrn Kauf-mann Pfleger mehrere seltene Thiere, unter andern dasseltene Schnabelthier. Von hohem Interesse ist die geog-nostische und Petrefakten-Sammlung des Jura's von HerrnRegierungsrath Rengger; eben derselbe besitzt auch eineder reichsten Sammlungen ausländischer Käfer, die sein ver-storbener Neffe, Herr Doktor Rengger, während einesmehrjährigen Aufenthaltes in Brasilien gesammelt hatte. DasRegierungsgebäude, mit seinen beiden Flügeln, bietet ge-genwärtig so viel Raum dar, daß alle Dikasterien mit ihrenKanzleien und Archiven in demselben untergebracht sind.Die auf dasselbe verwendete Summe soll auf 200,000 Frk.ansteigen. Für die Sitzungen des Großen Rathes, so wiezu Aufbewahrung der Kantons-Bibliothek ist nun ein eigenesGebäude in edeln einfachen Formen, hinter dem Regierungs-hanse, aufgeführt, das im Dezember 1829 von dem GroßenRathe bezogen wurde, und ebenfalls bei 100,000 Fr. geko-stet hat. An Geschmack und Bequemlichkeit, jedoch ohneLuxus? stehen beide Gebäude keinen andern in der Schweiz von ähnlicher Bestimmung nach. — Es waren nicht die Uckan-tone allein, welche hier am 25. Januar 1798 ihre altenBündnisse erneuert und beschworen hatten, sondern alle drei-zehn Kantone und zugewandten Orte der ehemaligen Eids-genossenschaft wohnten dieser Bundesermuerung bei, Basel allein ausgenommen, das durch Mengaud's Ränke in dieBahn der Revolution zuerst eingetreten war. Für kurze ZeitSitz der helvetischen Cenkralbehöxden, hatte Aarau dadurchden Haß der umliegenden Gegend so sehr erregt, daß beidem Aufstand im Jahr 180-i die Anführer der bewaffnetenHaufen alle Mühe hatten, bei der Besetzung der Stadt diesevon thätlichen Auebrüchen abzuhalten.