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Johanmter-Rltter das Schloß dieses Orts mik seinen Zuge-hörungen und schufen eine reiche Commenkhurel daraus, dieim I. 1533, mit dem Hofs zu Rohr, kaufstveise für4380 Goldgulden an Bern übergieng. Die hier wachsendenFeldfrüchre sind von guter Art, der Wein ist auch in gutenJahrgange» geschätzt, aber er gerät!), der häufigen Früh-lingsfröste wegen, nur selten,
Bich cisce. Dieser liebliche kleine See, in dessen dun-kelgrüner Fluth sich die nahen waldigen Hügel spiegeln, amnordwestlichen Fuße des Berges, welcher den Tannecksr-Thurmträgt, ist von Wiesen und Feldern eingeschlossen. Roch leichterkennbar ist der Wohnsiz der alten Herren von Bich el-fe e, mit Mauerkrümmern und einem Graben, auf zweiHügeln gegen Abend dem Dorfe gleichen Namens an derzürcher Grenze. Die Abtei Fischingen kam im I. 1419 inden Besitz dieses Orts, dessen Einwohner bis auf die neuesteZeit an dieses Kloster den sogenannten Froschenbatzendezahlken. Wenn nämlich die müßigen Burgherren des ein-tönigen Gesangs der Frösche im nahen See befreit sein woll.ten, so boten sie ihre Bauern zur Zroschjagd auf, von wel-chem Frohndlenst aber dieselben sich loskauften, indem jedeHaushaltung einen Batzen bezahlte, welcher bann mit denübrigen Rechten auch Fischingen zukam.
Viel/ Amt, enthält, nebst dem Amtsort Viel, die Ort-schaften Böz in gen, Evllard und Bingels, mit 464Wohn- und 167 Nebengebäuden und zählt 8947 Einwohner,die sich theils mik Wein- und Lanbdau beschäftigen, theilsvom Fabtikosrdienst und Handwerksbetrieb ernähren. DiesesOberamt ist erst mit der neu'en bernerfchen Staarsverfassungim I. 1811 ins Dasein getreten.
Viel/ Stadt, erhielt seit der Vereinigung mit Bern beinahe alle ihre früheren Vorrechts wieder, die sie unter denBischöfen von Basel und als zugewank ter Ort der ehemaligenEidgenossenschaft bis 1798 genoß, nämlich: ein eigenes Stadt-regiment, ein eigenes Amtsgericht, eigene Polizei cc., undhat es bei der neuesten Umwandlung-der bernerfchen Staats-Verfassung beibehalten. Mitzur hiesigen Fabrik-Industrie ge-hört, außer der Jndiennedruckerei der Herren Verbat!,eine neuerbaute beträchtliche Baumwollenspinnerei, sowie in den:nahen Bötzingen der Dcathzug und die Parisertiiftfalmk derHerren Neuhaus und Penserot. Der hier gestiftetenErsparnißkasse machte ein ungenannter Wohlthäter "ein Ge-schenk von 2000 Fr., wovon die Zinsen als Prämien jährlichunter die ärmsten Theilnehmer vertheilt werden. Der rei-zendcn Lage der Stadt Viel kommt nun auch der Schüska-nal seit mehreren Jahren wohl zu statten, der sie von denfrüher häufigen Ueberschwemmungcn, wo nicht immer ganz,doch größkenthells bewahrt. In der zweiten Hälfte des 1b.Jahrhunderts hak den Namen seiner Vaterstadt glänzend ge-macht T h o mas W y ttenbach, der inZwingli und LeoJud die bekanncen Reformatoren bildete und gegenwärtiglebt hier als erster Prediger an der deutschen Kirche, der alsvaterländischer Schriftsteller rühmlich ausgezeichnete JohannKonrad Appenzeller von St. Gallen, an den sich fürBlels Ehre lind Ruhm wohlverdient anreiht, I. A. Watt,