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Pani'8 liegt malerisch an einem ziemlich steilen Berg-bange. Aus dem südlichen Gletscher des Hausstocks, dersich nördlich gerade ob dem Dorfe erhebt, entspringt derPanixerbach, in welchem 1798 mehrere hundert Russenauf ihrem Rückzüge aus dem Glarner - ins Bündnerlandverunglückten, da bei einem plötzlich eingefallenen Alles ver-finsternden Regen und Nebel ihre Colonnen so stark nachvorwärts drängten, daß viele in die Schlucht dieses Bachesstürzten, ohne den Rand derselben wahrzunehmen. DerPanixerpaß, Pari ix erborg, 7330 §. ü. M., hat inder neuern Kriegsgeschichte ei» unvergängliches Andenken er-halten durch den Uebergang des russischen Feldherrn Su-waröw und seiner Kämpfe mit den Franzosen am S. Okt.1798- Seine Armee, welche durch viele Gefechte und denschrecklichsten Hunger erschöpft wär, legte in 12 Tagen, wäh-rend welcher man nur 3 Tage zu Glarus Rast hielt, denWeg vom Fuße der Südseite des Gotthards bis Bünden zurück.
Panorama. Das Panorama vom obern Gurnigellst von Franz Schmid; ein äusserst treues und vollständi-ges vom Zaulhorn von eben demselben, so wie eines vomNapf, nach der Originalzeichnung von Studer.
Pantt/Chateau de la. Dieses herrliche, einemgeschmackvoll gebauten Edelsitz gleichende Gebäude bei Genf war der verstorbenen französischen Kaiserin Josephine Ei-genthum, und zu ihrem Aufenthalt bestimmt gewesen.
Pany/ hat 42 Häuser, 1 Schneide- und 1 Getreido-wühle, und 13S Einw, Hier stürzt sich der Sägsnbach einegewaltige Höhe herab in das Dalvazer-Tobel, und bildeteine Narnrszene, die jeden Beschauer entzückt.
Paquiek/ gr. Weiler von 12 Häusern und 8 Neben-gebäuden in der Gemeinde Sommenkier, Pf. Vuisternensund freib. Bez. Romont.
Paradies/ Kloster, liegt 1180 F. a. M.; dabei be-findet sich eine Getreidemühle, ein Wirthshaus, -ine Rhein -fähre und eine Anstalt zu künstlichen Mineral- und Dampf-bädern. Etwas oberhalb demselben, Büsingen gegenüber,zeigen sich noch Ueberreste von dem durch die Russen im I.1799 angelegten Brückenköpfe. Auch ist hier in der Racheeine Tuchmanufaktur.
Parpan liegt hoch, und dem Nordwinde so offen, daßhierum nichts als Gras und Platten wachsen; der Winkerist lang und schneereich. Hie» stehen so viele Häuser leer,baß doppelt so viele Leute hier wohnen könnten; aber dieLust zum Fuhrwesen und zur Viehzucht hat sich vermindert,weil es den Einwohnern vortheilhafter schien, im Auslandemit der Zuckerbäckerei Gold zu gewinnen. Man macht hierden Beltliner-Wein zu einem angenehmen geistigen Liqueur.Die hiesige Schafwolle wird wegen ihrer Zartheit noch derPrättigauer - Wolle von Vielen vorgezogen. Gleich unterd-m Dorfe entspringt die Radius«, die nach Churwalden herabfueßt. Die reichen Wertemate von Plürs besaßendas Silberbergwerk am rothen Horn, seit deren Unter-