Inssrumenteli SüMMlUNst.
W
l'sb. I I.
-4 (7e^r> of Fer/M^.
Crzehlung eines Versuches, welcher den unglaublich scheinen-den mechanischen Satz bestätiget, daß zwey Cörper von einer Schwere,,an einer gewissen Art von Waage ihr Gleichgewichte nicht verlieren, wenn der eine vondem Mittelpunkte weiter entfernet, der andere aber demselben näher
gebracht wird.
Durch Herrn I- DeLaZuIiers.
enn zwey Gewichte ? und w kiZ. r. an den Enden der Wage ä 8 hängen, pr/.deren Bewegungs-Punct L ist, so werden solche wegen ihrer entgegensese^ken Richtungen mit gewissen Kräften gegen einander streben, Veren gGrosse durch die Geschwindigkeit bestimmet wird, welche der aufgehang-. te Cörper erlanget, wenn man die Wage um den Punct L beweget.
Diese Geschwindigkeit eines schweren Cörpers, wird aber in diesem Falle nach der Grösseder Perpendicuiar -Linie ermessen, um welche sich der Cörper im auf oder medersteigenvon der HoriMtal-Linie entfernet, welche durch den Bewegungs-Punct 6 gehet. Brin-get man die Wage in die Stellung ab. so wird die Geschwindigkeit des Gewichtes ^der Perpendssinar,Linie «L, und die Geschwindigkeit von k der Linie bz gleich ge-schahet. Swv nun die beyden Gewichte sowohl, als die Linien «L und b§ einandergleich, so werden auch die Grössen der beyderseitigen Bewegung (I^lomenrL) einandergleich seyn- -^e eine dieser Grössen erwüchset nehmlich, wenn man e» in unddie andere, wenn mq» bz in k multipliciret. Der Augenschein weifet, daß eine vondiesen BeweguWen die andere vernichtet, und die beyden Cörper im Gleichgewichte ste-hen bleiben, xUttm, man hingegen den Cörper ^ an den Ort kl bringet und in demPuncte 0 anhanget , so wird sej^ Geschwindigkeit nur nach der Linie 56 ermessen, unddas Gewichte ^ wird von dem andern I? überwogen, weil 5 6 in kl multipliciret we-niger hervor bringet als bg in k.
Weil die Bögen 8 b und v<Z, welche aus dem Ruhepuncte 6 mit derLängen der Arme ^ e. 8L und v O beschrieben sind,sich verhalten wie ihre 8mu8 es.tzb und 65, msletchen wie dierriätt^o, LQ und vo. so können in dem Falle die-ßr gemeinen Wage die Bögen, welche von den Gewichten oder von den Puncten ^,2pnd v beschrieben werden, ingleichen die Entfernungen der Befestigungs-Puncte der Ge-wichte von dem ^uhepillicte 6 vor die Geschwindigkeiten angenommen werden. Des-wegen ist die Kraft der Gewichte hier umgekehrt, wie die Entfernungen von dem Be»
tvegungs,Puncte.
Anmerkung.
e^i« En>f»"E" h<m Mittklpnncie der Bewegung, werden hier au« keiner an«dern Ursache vor die Geschwindigkeiten der Cörper angenommen, als weil sie mitden wahren Geschwindigkeiten oder den Linien und b§ in gleicher Verhältnis ste-hen. , Es sind aber lehr viele Fälle, in welchen diese Geschwindigkeiten eine gantz andereVerhältniß haben, als die Entfernungen von dem Bewegungs-Puncke einer Maschine, oderals die Bögen/ weM von den Gewichten und ihren Befestigungs-Puncten beschriebenwerden. Dieser Lmtz also, daß die Würkungen der Gewichte in eben der Verhältnißstehen, als ihre Entfernungen von dem Bewegungs-Puncte, ist nicht die allgemeine Re-gel. Er folget vielmehr aus dem allgemeinen Grundsätze, daß die Gewichte eben dieVer-hälmiß haben, als lhre Geschwindigkeiten, und kann nur in einigen Fällen gelten. Manhandelt also unrecht, wenn man diesen besondern Fall, als einen allgemeinen Grund der rtz- r.Bewegung betrachtet, wie es bey dem meisten Künstlern, und vornehmlich bey allen zugeschehen pfleget, welche die immerwährende Bewegung suchen. Damit nun dieses selbstbey der Wage erhelle,so brauchet man blos auf folgenden Versuch acht zu haben (kig.i.)
^ L 8 8 L v ist eine Wage m der Gestalt eines Viereckes dessen entgegen stehende Sei-ten ein ander gleich sind 0). Diese gehet in einem Schlitz in der senkrecht stehenden . .
Sau-