'Instrumenten Sammlung.
Durch einige mit vielem fleiffe angestelltenVersuche an grossen und vortrefflich gearbeiteten Pum-pen habe ich heraus gebracht, daß -vder manchmal^von der berechneten Menge des Wassers abgehe.
Dem sey aber wie ihm wolle, so kan man die Vollkommenheiten, und Fehler einer Wasser-kunst durch die Berechnung ihrer Grösse und Kräffte allezeit mit einander vergleichen. Wie dieseunterschieden sind, so »st auch nach Proportion ihre Einrichtung und Wirkung von verschiedenerBeschaffenheit.
Von der Krafft mit welcher die Räder beweget werden.
Gewicht einer Wasser - Säule auf einem Stempel, von sieben Zoll dick welche 122. Schuhe^7 hoch isswird 10 gesunden. 7 .7 — 49. ist die Anzahl der Pfunde nach dem Englischen Kram-Ge-wlchte, welche meiner Rohre von 7. Zoll im Lichten und drey Schuhe hoch Raum haben. Wennvieles durch 40. voer den Quotienten der beyden Hohen multipliciret wird, bekommt man vor dieSchiveere ^ ganzen Wasser-Saule welche auf einen Stempel drückt 1960. V.
.xi^Ezeit 8. Stempel zugleich, das ganze Gewichte des aufgetriebenen Wasser-» einmal Centner den Centner zu nr. V Vder7. Tonnen, welche von der Waffek-
kunst auf emmal rhalten werdem
t^rbuke von dem Trillingziehet die Hebel,äb drey Fuß von der Pumpstange und 8?v.
ri^ovortion i^^ ^Puncte der Bewegung. Weil nun die Kräffte an einem Hebel in ver-d?r^urd/lwennman 7 Entfernung von dem Ruhe-Puncte sind, so findet mandieBeschwehrungoer Ruroei, wenn mqnb,e gefundenen 7. Tonnen mit der Distanz nHmultipliciret und das Pro-
beständ^g beschweret jst^H^^"' ßndet man aber 97 °. Tonnen mit welchen die Kurbel
Ausbeugung der Kurbel einenSchuh von demMittel-Puncte oder vielmehroer Axe ihrer -<)nvegung entfernet, so ist das Prvduct aus den 9/°. Tonnen in ihre Entfernungebenfalls 9 ^- Grösse durch die Entfernung der Trillings-Stöcke von ihrer Axe 2H divi-Et, Sied sonnen , welche den Trilling beständig beschweren,tna« lf'^.f^Eing unmittelbar in das Stern-Rad ! greiffet, so hat dasselbe eben diese Lastoet man aber wie gros die Last an der Peripherie des grossen Radesgerechnetden halben Diameter des Stern-Rades durch 2. multipliciret und das Pro-^7 -^durV oe hq^^Diameter des groffenRades^ dividiret. Dadurch erhält man i/o^Tvn-" oder Z 4 -» Wegen Frictiou kann man anderthalb Tonnen rechnen.
das Wasser an den Schaufeln des grossen Rades äuffert, wird auf diese Art^E.chuet'A) <z>?Wufeln sind 14 Schuhe lang und 18. Zoll breit, es ist also ihre Fläche 22 /§ Qua-( - 4 . i)es Wassere ist manchmal 2. Schuhe. Das Wasser,welches auf dieSchauf-
^,/^47°Cubjc Schuhe. Da nun ein Cubic-Schuh Wasser 60. W. EnglischesKram-GewtM hat, dasselbe die Schaufeln mit 2688 U oder 24Cenknern. Das Wasser
verThemieoureymuffli^^i. Tertien 4^ Schuhe, hieraus findet man durch die Regel Detri, daß esln einer Muiut ooer Tertien 68s. Schuhe fortgehet.
durchfaufft z io. Schuhe in einer Minute.
vder ohngcheh^ wie^'zu ^ Nades ist also zur Geschwindigkeit des Wassers, wie z io. zu 685,
Einige Betrachtungen über diese Waffer-Künfle.
5 ^b dieselben gleich sü eingerichtet sind, als einige andere in Europa, so glaube ich doch ,man konte verschiedenes verbessern.
Erstlich, wenn man statt der 16. Stempel nur 8 anlegte,so käme man den Zug der Stempel in je-demCylinder hoch machen,und gäbe bey gleicherKraft des Rades einen gutenTheilWas-
sers mehr. Die ^"Miie brauchten wegen der gröfferenGeschwindigkeit der Maschine nur die halbe Zeitsich zu öffnen uno zMIchliessen, und der Verlust des Wassers wäre also nur halb so groß, als bey dersegenwärligenElnrlchrung.Ein Stiefel, welcher 5. Schuhe lang ist, giebt wegen der grösser» Geschwin-digkeit bey nahe?mM,als zwey Stiefeln,deren jeder 2; Schuhe lang ist. Diese Betrachtung ist bey ei-ner solchen Wasserkunst ungemein wichtig, wo die Stiefeln eine so grosse Gewalt auszustehen haben»Vors andere sinovle Rohren, welche das Wasser in die Höhe treiben viel zu enge- Es werdenallezeit zwey W aM^Een 7. Zog dicke in eine Röhre gezwungen , welche ebenfalls nur 7. Zoll iryDiameter hat. Wen sich nun dergleichen Rohren wie die Quadrate ihrer viamecrorum verhalten,so sollten dieselben wenigstens 9. Zog j,r» Lichten haben, indem die Quadratwurzel aus zweymal 49.vhngefehr 9. ist- ^ ,
Das Zimmerwerran mestn Maschinen ist vortreflich wohl gearbeitet, und ihre künstliche Zusam-mensetzung giebet in Ansehung derStärcke und desGebrauches keiner etwas nach, die ich gesehen habe.
Die Kurbeln von gegorenen Eisen sind besser, als die geschmiedeten, weil sie härter sind und eherbrechen, als sich biegen lasten. Ausserdem sind sie sehr wohlfeil, und können leicht eingesetzet werden.Die Keile, wodurch me Kurbel und die Stiefeln bevestiget oder losgemachet werden , sindbequemer, als die eisernen Ringe, womit man sie gemeiniglich fasset, weil diese leicht abglitschen-Die Stiefel-Kasten, und alles was dazu gehöret, ist wohl ausgesonnen. Sie lassen sich leichtZusammen setzen, verbessern, andern und reinigen, und leiden sowenigFriction, als möglich ist. ,Die Maschine, wodurch die Räder gehoben und niedergelassen werden, ist sehr schön, sie istAber nicht sehr gebräuchlich, wtetchaus eigner Erfahrung weiß. Das Wasser mag so tief oder so hochUehen, als es will, so kan man die Räder darnach richten. Diese Maschinen unter der Londner Brücke
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