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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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ro

und daher allerdings mit der Gewalt in ^ die Hole des Sackes getrieben , mit welcher derStempel niederschössen wird; aber es dränget sich auch mit eben der Gewalt zwischen die Roh-re und dem Sack. Dadurch wird wieder die Krafft aufgehoben, wodurch der Sack sollte aufge-trieben werden. Ein Fall ist möglich, da der untere Sack wirklich aufgeblasen wird. Wennnehmlich die untere durchlöcherte Scheibe so genau in die Pumpen. Röhre passet, daß zwischenihr und der Röhre kein Wasser durchdringen kann. Aber auch in diesem Falle ist der Sackunnütze. Man kan alles ohne denselben erhalten, wenn die mittlere Scheibe genau in dieRöhre gepassek wird, und so bald sich die Röhre und Scheibe an einander abwetzen, wird diegantze Maschine verdorben. Man hat also diese Erfindung blos deswegen zu merken, weil sie viel-leicht zu andern nützlichen Gedanken Anlaß geben kann.

lab. VI.lab. VII,

Beschreibung eines neuen Instruments, die Winkel damit zu neh-

men, durch den Ritter Ioh. Hadley Vtce Präsident der Königlichen

Gesellschaff,.

' (Z-8^lEsis Instrument ist zu gebrauchen, wo die Beobachtung der Objecte entweder durchvoi. ;7. « L-Ej Sre eigene Bewegung oder andere Umstände, so den festen Stand der gemeinen Ju-ri. 420. strumenten verhindern, schwer oder ungewiß wird.

L-'A- Die Einnchtung desselben gründet sich auf die gemeine Wahrheit der Cakoptrick, daß

^ ' hl, Lichtstralen, welche auf eme ebene unbpolirke Fläche einfallen, wenn sie entweder von einemPuncte ausgehen, oder gegen einen Punct zusammen schießen, nach ihrer Reflexion wiederaus einem Puncte aus- oder gegen denselben zusammen gehen, welcher auf der entgegen gesetz-ten Seite dieser Flache sieget, und eben so weit von ihr entfernet ist, als vorhin; ingleichen daßdie Perpendicular -Linie auf die Flache, so durch den einen von diesen Puncten gehet, auch denandern derselben trifft. Wenndaherdie Lichtstrahlen, so von einem Puncte eines gewissen Ob-jectsausgehen, nach und nach von zweyen solchen ebenen polirten Flachen zurückgeworfen wer-den, h wird em drittes Planum, welches auf beyden Spiegeln senkrecht stehet, und durch den strah-lenden Punct gehet, auch beyde Bilder berühren. Und wenn man zwey Linien durch den ge-meinschafftsichen Durchschnitt zieht, die eine von dem strahlenden Puncte des Objects, die an-dere aber von der Abbildung der andern Reflexion, so werden diese einen Winkel mir einandermachen, welcher zweymahl so großist, als derJnclinativns-Winkelder ebenen Spiegel Flächen.

EsseyenkiZ. i. ^ r n und «. o l die Durchschnitte zwischen den piano der Figurenund den beyden Spiegeln « c und v st, welche auf dem ersten perpendicular aufgerichtet sind.Wenn man die Spiegel verlängert, so stoßen solche in 8. zusammen, und der Durchschnitt dersel-ben ist ebenfalls auf das besagte plarimn der Figur perpendicular, st. l aber ist der Jncli-narivns« Winkel, welchen die Spiegel mit einander machen würden, wenn man ihre Flachenso weit continuirre, bis sie zusammenstießen.

Man setze ferner ^ k sey ein Lichtstrahl, welcher von eknem Puncte des Objects kausfliestet und in k auf den Spiegel 8 o fället von diesem aber in der Linie k o zurücke ge-worfen wird. Dieser werde in dem Puncte 6 von dem andern Spiegel v L aufs neue nachder Linie O st reflectiret. Run verlängere man so wohl die Linie o k als auch die Linie 6 st.rückwärts nach XI und dl. wo der Punct ^ durch beyde Spiegeln vorgestellet wird, und ziehedie geraden Linien st ^. st und st Weil wir nun voraus sehen, daß der Punct k inder Fläche lieget, worauf die Figur verzeichnet ist, so muß der Punct U nach dem bekanntenGesetze der Reflexion in eben derselben liegen. Es ist ferner k der Winkels kö-

dern zweyfachen Winkel Nx oder kl st tt. Es ist daher st > 4 --st ^ und der Winkelki st 2 --- dem zweyfachen Winkel N st ä oder K4 st Auf gleiche Art muß auch der Punctn in der Fläche der Figur liegen, es ist st 8 ----st und der Winkel^ st st l»

1 st N. Ziehet man nun den Winkel ^ st ^ von ^ st ^ ab, so bleibet der Winkel^ st n. und dieser ist vermöge der erwiesenen Sätze so groß als 2 st l — r kl st «

2 stl. oder zweymahl so groß als derJnclinations-Winkel der beyden Spiegel-Flächen.Die Linien st z, st U und st N abersinv einander gleich.

r. Zu-