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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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16
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ktalckinen und Instrumenten

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13b. IX.

l'Lb. X.

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Eine Maschine wodurch grosse Lasten können fortgezogen werden.

kccueil Maschine bestehet aus einem grossen Rade H s, in dessen Welle o v eine Schraub

äes luscki- slLsjA be ohne Ende «»geschnitten ist. Die Welle, nebst dem Rade» ruhet auf den zwey""lom.i. Trag -Seulen L und k. auf welchen sie sich frey drehen können.

A A. Unter der schraube ohne Ende ist ein Stern Rad 0 k. dessen Kämmen in die Schrau-

Lc 4;.' be ohne Ende emgrelsen. Dieses wollen wir das mittlere Rad nennen. Auf beyden Sei-

ävsnt. wn desselben , sind an eben der Axe zwey kleinere Räder 6 und H befestiget, welche breiter

^6§s. und an ihren Peripherien etwas vertiefet sind. Die gemeinschafftliche Axe derselben gehet anvier Trag - Säulen I, so daß sie sich willig herumdrehen lassen. Die beyden äuffern Trag-Saulen werden druch das Querholtz I-, ^ oben zusammen gehalten, an welchem in der Mit-te zwey kleine bewegliche Rollen stehen, welche auf der Seite, an dem mittlern Rade anfios-sen. Eben dergleichen bewegliche Rollen sind auch unten angebracht, und dienen dieselbendas mittlere Rad zu halten, daß es nicht hin und wieder wanken kann. Wenn das grosseRad von zwey Personen geteerten wird, so thut die Maschine ihre Wirkung. Es drehetnehmuch selbiges die Schraube ohne Ende herum , durch diese wird das mittlere Rad undmit derstlben die beyden kleinen beweget, um welche sich die Seile wickeln, deren anderes Endean der Last k mit Hacken befestiget jst, „»d dadurch wird dieselbe fortbeweget. Um mehrererBequemlichkeit willen kann man die Last auf Rollen legen. Diese Maschine lässet sich leichtvon einem Orte zudem andern bringen, weil sie auf Rädern gehet, und kan bey unterschied-lichen Gelegenheiten nützlich gebrauchet werden, vornehmlich, wenn man sehr grosse Lasten zuziehen hat, wie aus folgender Berechnung erhellet.

Die Krafft verhält sich zur Last wie L zu 66, oder wie i zu izr. Das Ge-wicht zweyer Menschen welche das grosse Rad treten, kan nemlich ohngefehr auf 250. Pfundgerechnet werden. Das grosse Rad ^ 8 halt 7. Schuhe im halben Diameter. Die Gän-ge der Schraube ohne Ende stehen 6. Zoll von einander, das mittler Rad hat z. Schuhe imhalben Diameter, jedes der kleinern Räder neben demselben hingegen einen Schuh. Die-ses gibt uns folgende Verhältniß. Die Kraft der zwey Männer verhält sich zum Wider-r < stände der Last,wie das Productaus dem halben Diameter des'Zrssseu Rades, in die DistanHzweyer Schraubengänge, zu dem Producte aus der Peripherie, welche der Hebel beschreibet, andessen Ende die Treter stehen , in den halben Diameter des mittleren Rades. Wir sagenmit Fleiß zu dem Products aus der Peripherie, welche der Hebel beschreibet, an wel-chem die Kraft der Tretter appliciret wird. Man kann sich diese Kraft nehmlich nicht andem Ende von dem halben Diameter des grossen Rades vorstellen- Wenn man aus demMittel-Puncte an den Ort ihrer Füsse eine gerade Linie ziehet', so wird solche mit dem hal-ben Diameter, welcher Vertikal gezogen wird, einen Winkel von dreißig Graden machen.Die auf dem Vertikal-halben Diameter gezogene Perpendicular-Linie, ist also der Sinus vondreiffig Graden , wenn der halbe Diameter als der Sinus totus angenommen wird. Undweil dieser dem halben Radius gleich ist, so bekommt man dadurch in unserm Falle eine Peri-pherie deren Radius nur die Helfte von dem Radius des grossen Rades oder zH. Schuhe ist. Wennman sich die Mühe geben will, nach diesen Abmessungen die Berechnung anzustellen, so wirdman finden daß sich die tode Kraft zu der Last verhalte, wie 250. zu 8r8Z- oder wie zu' 66. Es werden also 252. Pfund Kraft einer Last von 8r8g. Pfunden das Gleichgewich-te halten. 2

Erklärung der beyden Figuren. H x.

das grosse Tret- Rad.

O O, die Schraube ohne Ende.

L k, die beyden Säulen, auf welchen das grosse Rad, und die Schraube ruhet.

k O, das mittlere Rad.

I. I»l, I. die vier Säulen, «Minnen das mittlere Rad nebst den kleinen Seiten-Rädern gehet.

», 2, z, 4, die Rollen, welche in dem Queerhvltzern laufen. Und das mittlereRad halten.