Buch 
Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
Entstehung
Seite
39
JPEG-Download
 

Instrumenten- Sammlung.

Z9

. ^lus dem Liniale muß man endlich vier gerade Linien ziehen, welche einander und dsn^lreii des Liniales parallel laufen, diese gehen bis an jeden Rand der beyden aufgerichteten Li"2 Au' dern "och eine fünfte, weiche mitten zwischen diesen parallelen binstreicket,daher die Mitte von dem Schatten der Kugeln anzeiget. grausten v'NMlcher,

Gebrauch dieses Instruments bey Erfindung der Mittags-

Dieses Instrument dienet auf einer ebenen Horizontal Fläche den gemeinschaftlichen Durch-

schnitt zweyer Wmuthe zu finden, welche gleich weit von der Mittags,Linie entfernet sind,An wenn man den Winkel, welchen die Durchschnitte der beyden Vertical Flächen mit derhorizontal Fläche unter einander machen, in zwey gleiche Theile schneidet, so erlanget man da-durch den Durchschnitt des Mittags,Zirkels und der Horizontal Fläche, welchen man gewöhnlich°le Mittags-Lmie zu nennen pfieget.

Machet man die Ovservakton zu einer Zeit, da die Sonne sehr hoch über den Horizont'Met, so muß man den Schieber auch hoch setzen, damit derSchatten der Kugel weit genug vonA aufgerichteten Liniaien entfernet werde. Steher aber die Sonne tief, so rücket man auchreu Schieber nieder, damit der Schatten nicht über das Linial hinaus falle.

. Man setzet dieses Linial auf eine ebene Horrzontal-Flache, und kehret die Hintere Seite der"kyden aufgerichteten Liniale gegen die Sonne, so daß ihr Schatten vollkommen zwischen den gezo-gnen parallel Linien Hinstreicher, und derSchatten von der Kugel, auf die mittlere Linie trift, z.E.

^. diesen Punct bemerket man auf das genaueste mit einem Bleystifte. Wenn dieses gesche-hn ist, ziehet man aufder Horjzontal-Fläche nach der einen Seite des Liniais eine gerade Linie, die-x 'st der Durchschnitt der Horizonkal-Fläche und des Vertical-Zirkels in dem sich die Sonne be-ider. Diese Öbserv^lon muß man zwey oder drey Stunden Vormittag anstellen.

^ Nachmittags setzet man das Instrument mit unverrückten Schieber ausgleiche Art gegen die^o>we, und wartet bis derSchatten der Kugel wieder genau aufden Punct V fället, den manVor-A'ags angemerket hat. Wenn dieses geschiehet, ziehet man an eben der Seite des Linials auf derHorjzontal-Fläche eine andere gerade Linie, und diese ist der Durchschnitt der Vertical undHori-Agal-Fläche, welcher eben so weit von der Mittags,Linie entfernet ist, als der, welchen man Vor-'Mugg gefunden.

Will man des Morgens und Nachmittags doppelte Observationen mit einem Schatten-Mncke anstellen, so nimmt man den Punct V mit dem Schieber X. Eine halbe oder ganze Stun-^ darauf erhöhet oder erniedriget man den Schieber 8. bis derSchatten seiner Kugel auf ebenN Punct ? fället. Wenn man nun nach vorbeschriebener Art die LinienaufderHorizontal-ä^che ziehet, so erhält man zwey besondere Durchschnitte von verschiedenen Vettical-Zirkeln,wel-^ einander an einem gewissen Orte durchschneiden. Wenn man des Nachmittags observiret,""H die Seite des Linials in diesem Falle, allezeit an dem Puncte liegen, wo sich die beyden gezoge-"En Linien schneiden, damit die Winkel in einer Spitze zusammen fallen.

lab. XXIII-

Maschine «ovurch man ein Sehe-Rohr von hundert Schuhen be,

quem regieren kann.

erfunden

durch k. 8eb3tt!en.

^iese Maschine bestehet aus einer starken Stange ä8, welche ohngefehr dft Länge

^ n-« Sebe-Rvhreshat. Diese ist aus verschiedenen Stucken Holzzusammenge- ^v^nc.seht, welche durch eiserne Bänder an einander wohl befestiget 699- ^

Stangen ist eineScheere v in weicher solche wie ein Wagbalken hanget. Durch1 . ^.anae gehen an verschiedenen Orten Schlitze, m welchen die Rollen L L L mn

,he Polzen lanffl-n diese müssen in gleicher Weste von einander stehen- Über diese Rollen, welchstA^ben^ Schnüre k k. weiche an das Rohr gebunden

und ebenfalls in gleicher Entfermung von einandersind. An diesen ist eigentlich dasRohra g ^

P' ^'e gehen aber bis gn das Ende 6, und werden daselbst um einen Na^el »n derS, A . -

N ^'wT^ leicht mit der Hand-rlangewkann. Denn w- fth- ^

tiUr ^U3«i-Glaß. Gesetzt nun das Sehe-Rohr krümmet sich die

^ ^e um diese Gegend befindlichen Schnüre etwas anziehen oder nachlassen, welche mnne

K

Ge-