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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Sammlung

vonN^ettlNLNuiid

Zweites Zehend d^um. 12. und iz.

SN-»

^3b. XXX. ;

Eine besondere Art von Blase-Bälgen welche man Wasser-Bälge

nennen kann. Erfunden pon Herrn Martin Triewald.

eil nicht leicht eine Sache, zumal in Mechanischen Erfindungen, zu einer solchen ni,noLVollkommenheit kann gebracht werden, daß sie nicht noch einige Verbesserung lei-den sollte, so ist es nicht ungeschickt gehandelt, wenn man auch diejenigen Erfindun-^- 448«gen, welche von undenklichen Zeiten her sind gebrauchet worden, besser einzurichten

__ suchet- Will man dieses vor unrecht ausgeben, so muß man auch mißbilligen, daß

An Wasserkünste erfunden hat, welche uns solche Dienste leisten, die wir auch wohl durch dieAr-Ak unserer Hände bewerkstelligen könnten, von welcher Art Erfindungen, doch unsere Zeiten eineAsse Menge hervorgebracht haben. Derjenige, welcher zu erst unternommen hat, die ledernenAast-Bälge in hölzerne zu verwandeln, welche jetzt hier zu Lande bey allen Schmieden und ^^chmelz-Oefen üblich ist/ hak diesemKönigreiche eine eben so grosse Wohlthat erwiesen, als irgendGirier, der eine andere Bequemlichkeit des menschlichen Lebens aufgebracht hat.

. Ich habe jetzt die Ehre eine Art von Blase-Bälgen vorzukragen, deren Wirkung nicht gerin-A seyn kann,als die Wirkung der ersterwehnten, welche aber in andern Stücken viel vorcheilhaf-M sind, nicht nur bey den hohen Oefen, sondern auch bey andern Schmelz-Hütten, wo grosse^lasc-Bälge erfordert werden.

Es möchte vielleicht anfänglich manchem, etwas fremd vorkommen, daß man vermittelst desPassers das Feuer anzublasen gedenket. Wer aber die philosophischen Transactionen gelesen,

.gd die daselbst vorgetragene Erfindung gesehen hat, welche in Italien besonders zu Tivoli und all-ster Orten gebräuchlich ist, und 8oK ä'^cqus, heiffek ; Wer ausserdem folgende BeschreibungAAufmeEawkeit ansiehet; der wird, wie ich hoffe, überführet werden, daß diese neue Erfindung! AWafferdälge, vollkommen auf eben den Grund gebauet ist, welchem die ledernen und Hölzer-j ^ Blase-Bälge ihr Wesen und ihren Nutzen zu danken haben, und daß dieselben in verschiedene»

Men einen weit grösser« Nutzen gewähren.

tz- Diese Wafferbalgc werden von Holz gemachet, und haben vhngefehr die Gestalt deeSucher-Glocken, oder eines abgekürzten Kegels. Sie sind also unten weiter als oben, wo sie mit->?hl eingepasseten Deckeln versehe« sind, unken hingegen bey L, L sind sie völlig offen. An den^Eeln L> L, sind zwey Klappen v, v, welche sich hineinwärts öffnen- Diese werden eben wie^ Klappen der andern B äse - Bälge mit ihren Deckeln verfertiget. Die Oeffnungen werden^Älz beleget und durch eine gelinde Stahlfeder zugehalten, bis sie von der äusser» Luft geöffnetseihen, welches nur alsdenn geschieht, wenn diese Bälge aufwärts gehen; wenn sie aber im Was-d-uiedersinken, werden solche durch ve« Druck der innern Luft verschlossen gehalten. An ebenh.'bu Deckeln 6, L sind zwey weiche lederne Röhren oder Schlauche R. L, an jedem einer ange-chM, welche eben so gemacht sind, als die an den gewöhnlichen Feuer-Spritzen. Diese Schlau-Deiche« von den beyden Glocken bis in die hölzernen Röhren H, welche den Wind in den^Hnie!z-Osen, oder wohin man sonst will, leiten.

lern ? Diese Bälge hängen an eisernen Ketten welche an zweyen erhaben abgerundeten Höl-kill,., ^ befestiget sind, vermittelst deren sie gerade von dem Wagbalken herab hängen, und immer*Uey Abstand von dem Mittelpunkte der Bewegung behalten.dyß^An dem Wagbalken sind zwey abhängig zusammen gefügte Wasserkästen k, in welcheIih„-Vaffer wechselswcise aus der Rinne 6 läuft, und dadurch die ganze Maschine in BewegungDie gedachten Wasserkasten leisten also eben die Dienste, als ein Schöps-oder anderes^-Ahr-Rad, und kosten viel weniger, ausserdem geben sie eine eben so gleichförmige und reguläreMung, als ein Perpendickel zu Abmessung der Zeit r So bald nehmlich so viel Wassers aufMj,Zustehenden Grundfläche des einen Kastens stehet, daß seine Schweere die Friction an dem^ ?>8ke„ ^der Bewegung überwieget, so fängt sich derselbe an mit immer zunehmender Geschwjn-?lirgf?!^crwärts zu bewegen, bis der Wagbalken an die eine hölzerne Stange stösset, und da-«lllh zu gleicher Zeit, vl^auf der andern SeitS hängende Glocke in die Höhe gezogen, So

der Kästen an die Stange kommt, gießt er sein Wasser aus, und weil das Wasser bey

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