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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
Entstehung
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64
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6.4

Nähmen und InÜrumenten

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Beschreibung eines neuen Quadranten , die Höhen damit zu nA

Men, WLntt man entweder Zur See oder zu Lande keinen Horizont hat.

Erfunden durch Herrn Johann Elton.

iefes Instrument enthalt vier ^Haupt-Theile,,die Einfassung, »den Zeiger, einenhang und eine ebene Platte, jeder von diesen Haupt-Theilen, ist wieder au 6schiedenen Stücken zusammen gefetzet.

Die Einlassung ^KLOLx, bestehst aus zwey Theilen, aus einem essg^theilten Bogen von dreyNg Graden O L, in welchem jeder Grab wieder ingleiche Theile abgeth-ssek ist. Der andere ist eine Sehne von 6 c>. Graden L C, welche in zn^gleiche Theile gekheilet ist. An beyden Enden und in der Mitte in 3 , b, und c sind Löcher dur^gebohrek, damit solche in verschiedenen Ständen kann befestiget werben. Diese beydenmachen also zusammen neunzig Grade. ,

. An.dem Zeiger drehet sich der eingetheilte Bogen um den Mittelpunct der ganzen Eim^

jung. Er bestehet aber aus drey Theilen, aus dem dlomus-Plättchen n, der Diopter vder Röhre c. Vermittelst der Röhre zeiget sich ob das Linial O ss horizontal stehen

Vermittelst des Anhanges t L, wird die Sehne von sechzig Graden und was dazu Mret, um den Mittelpunkt des Instrumentes gedrehet. Die Sehne hat drey Stände, von dreysig, von sechzig und von neunzig Graden. Der Anhang selbst aber bestehet aus zwey HaETheilen, äus einem erhabenen Glase l. und einer Laterne, welche in den Ring o gesteckerVermittelst des Glases lasset man das Bild der Sonne auf die ebene Platte atn MittelplEükZ fallen- Die Laterne brauchet man nur bey nächtlichen Observäkionen. ..

Die ebene Platte ä 5§ ist an dem Mittelpuncte des Instrumentes befestiget, und hatTheile, eine AziMuthal-Röhre 2 . eine Horizontal-Röhre V, und eine Äse 2 . Das Loch'!der Plätte dienet Las Bild der Sonne aufzufangen. Der Azimulhal-Röhre bedienet mändas Instrument vertikal zu richten. Die Horizonkal-Röhre zeiget, ob die Linie ^ s horiM^ist. Die Axe brauchet mau bey den vorwärts angestellten' Beobachtungen, die Diopter gegen rObjecte zu richten. Will man nun mit diesem Instrumente Beobachtungen anstellen, und ^Höhe des Objectes ist nicht über dreyffi'g Grade, so wird das Holz HR, an den KMum ^.mit einem Pflocke bevestiger. Ist die Höhe zwischen dreyssig und sechzig Graden, so macht tEan fest, ist aber die Höhe über sechzig Grade, fo wird ü L angestecket. Dieses-,schuhet man mag vorwärts oder rückwärts observiren. Wenn man die Sonnenhöhe rückwak'beobachtet, so geschiehet solches ohne die Diopter oder die Horizonkal-Röhre an der Platte b ^gebrauchen. Man hält den Quadranten mir beyden Handen, wie man ihn am bequemsten ^halten kann, und drehet den Bogen O L gegen die Sonne. Wenn die Blase in der AzimutsRöhre auf den Einschnitt in der Platte gebracht ist, so lasset man das Bild der Sonne auf e^öle Platte fallen, daß der Einschnitt durch den Mittelpunkt des Bildes gehet. So bald als sÄzimukhal-Röhre und das Svnnenbild diese Stellung haben, siehet man nach, ob dieder Horizonkal-Röhre des Zeigers, auf welche man bis dahin gar nicht acht zu haben hatte, Afreyftehende Ende dieser Röhre verlässet, und zwischen den beyden Enden derselben völligyet- Geschiehet dieses zugleich, so ist die Höhe richtig genommen. Sollte aber die Blase ass^Ende wo die Rohre befestiget ist still stehen, wenn man mit dem Sonnen-Bilde und derihal-Röhre richtig ist, so muß der Zeiger bey » etwas hoher gehalten werden. Hält sie sichgegen an dem freystehenden Ende auf, muß er bey » etwas tiefer gehalten werden, bis bie^rizonral-Blase zwischen beyden Enden mitten an der Röhre stehen bleibet. Alsdenn hat,.§Quadrant seinen gehörigen Stand, und wird nun feste gestellt. Sehet man die BeobaAu,bis zur Mittags-Höhe nach voriger Art fort, fo wird die Hörjzontal-Bläse bey jedem TheiltObservation allezeit an das freystehends Ende der Röhre treuen, wenn das Sonnenbild uno ^Azimuthal-Röhre auf vordeschriebene Weise gerichtet wird- Es muß also dabey der Z"E ^mer bey I-I niedergelassen werden. Ist aber die Sonne nahe bey oder in dem Mittages, ^so bleibet der Quadrant eine Zeitlang in unverändertem Stande. Bey dem Niedergehe" g,/Sonne hingegen, wird die Horizontal-Blase so oft man den Quadranten richtet, an dem"machten Ende seiner Röhre stehen. ^

Will man die Höhe der Sonne oder eines Sternes vorwärts nehmess, so hat man >^>iauf das Glaß noch auf die Horizonkal-Röhre des Zeigers zu sehen. Man hält den Quno^Kvertical, und siehet durch die Diopter über die Ape oder den oberen Rand der Platteder Sonne oder dem Sterne, wenn nun die Aye den Stern schneidet, und MlelcherZeit dssAKLn der Horizonkal-Röhre der Platte am Mittelpunkte von dem freystehenden Ende der Roll Mentfernet, so ist die Höhe richtig genommen, und derQuadrant hat seinen gehörigen Stand'her aber die Blase von dem freystehenden Ende der Röhre eher weg, als die Are oder ver^ ^Rand der Platte den Stern oder die Sonne schneidet, so muß der Zeiger mtt dem Luve hF