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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Uacknnen und

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etwas leichtes ist. Der Bogen L) L muß genau und richtig abgetheilet werden / und zwar erllichtn seine drcissrgGrade,und ferner jeder von diesen Graden in sechs gleiche Theile. D>A'!uAbtheilung aber kann hier nicht wie bey dem gemeinen Quadranten durch Queer- Linien gesWuweil man sonst die Nonius Platte nicht anbringen könnte, sondern die Abtheilungs-Linien^L> 4 « fen insgesammt gegen den Mittelpunkt gezogen werden, wie in kiz- 4 zu sehen ist, wo i, r. ^ .die Grade, die kleinern Abtheilungen aber in dem Bogen L L> vie sechökheils Grade anE.,Die blonius-Platte, wie solche der Verfasser nennet, ist eine Nachahmung oder vielmehrkürzung derjenigen Erfindung,welche kerrusd-onius oder dünner in seinem Tractate clecrex»cuiis vorgetragen hat. Es bestehet aber die Art einer solchen Platte auf den Fall unseresf. wärtigen Quadranten zu verfertigen in folgendem. Man beschreibet kiZ. s mir eben demdius, mir welchem der Bogen oft beschrieben ist einen Bogen K 6 , und machet denselben so Ma!s Sie Anzahl der Theile um eins vermehret, in welche jede bereits vorhandene Abtheilung!gekheilet werden. In unseren vorhabenden Falle, sollen die Grade in Minuten abgetheilet weck'.das ist in 62 gleiche Theile. Weil nun jeder Grad schon in 6 Theile abgetheilet ist, so mußvon diesen Sechsrhsilen noch in zehen gleiche Stücke gekheilet werden. Man machet alsovor^sen Fall den Bogen d 6 so groß als eilf Sechstheile des Grades. Dieser Bogen wird nunZahl der verlangten Theile selbst, oder in unserm Falle in 12 gleiche Theile zertheilet, wie die-xgur ausweiset. Wenn man nun diesen kleinen Bogen auSschneidet und an ein Linial beftst'^welches um den Mtteipunckdes Bogens LO beweglich ist, so sage ich man könne vermittelstses Bogens alle Winkel bis auf Minuten ausmessen. Diesen Sah zu beweisen mache ich vor>>folgende Anmerkung. Der ganze Bogen b cl ist von einem Grade. Weil nun derselbe u"hen gleiche Theile abgetheilet ist, so ist jeder von diesen Theilen zz eines Grades oder 11 Mi««^

Es machen also zwey solche Theile rr', drey z z' u. s. w. Dieses vorausgesttzk, wollen wirriz. 4. vorstellen es solle der Bogen L b oder der Winkel dessen woraus dieser Bogen ist ki'Z. 4 gem

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werden. Träfe der Punct b oder der Anfang der d-lomu» - Platte genau in die vierte Äbrheil^des zweyten Grades, so wäre dieser Winkel r Z Grad, oder 1 °: 42'. Träfe derselbe in die füEAbtheilung so wäre der Winkel r so, da aber der Punct t, zwischen beyde fället so ist klar,daß«",

einige Minuten über i 40' darinnen enthalten sind. Diese Minuten auszumachen, siehet Enach, ob nicht eine von den Abtheilungen des Pläktleins mit einem von den sechstheils Grade« §'nau, oder wenn dieses auch nicht ist, beynahe zusammen trift. In unserm vorhabendem FallesWehet dieses gleich bey der zweyten Abtheilung des Bogens b cl. Es ist dieses ein Zeichen daß Uzwey Minuten fehlen, daßder Bogen üb nW 1°: 50'ist, und daß also derselben-48'ftb-ist nemlich der kleine Bogen b c der Unterschied zwischen den Bogen b i und ci. Weil«di--rr'und cl--ro', so ist ihr Unterschied trc---r'. Auf eine gleiche Art wird erwiesen,baß <die fünfte oder siebende Abrheilurigzulrift, der fehlende Bogen 5 oder 7 Minuten sey. Hierausman deutlich einsehen können, was ein solches Plättchen, wenn es gut abgetheilet ist bey denkst' ,sten Abtheilungen des Zirkels, welche mau sonst mit keinem-Instrumente geben kann, für Vor'"',le gewähre. Wir wollen noch dabey erinnern, baß es bequemer sey die Platte bey cl an das,,wegiiche Linial zu setzen, wenn man die Bogen von ö an messen will, weil man aisdenn die ^Teilungen von 6 an nur rückwärts zeigen darf, um die Zahl der Minulen zu mssen, welche'"' szur nächsten Abtheilung des grossen Bogens Ll) zu Llläiren hat. Der Quadrant muß anck" ,der Seite gegen welche die bewegliche Platte zustehet, noch um n. Abtheilungen fortgesetzet'"den, wenn er allen möglichen Gebrauch gewähren soll.

Die Beschaffenheit und der Gebrauch der drey Röhren deren unser Verfasser erwäß'Amochte vielleicht ebenWs einer Erläuterung nöthig haben. Es find diese Röhren nichts EUals gewöhnliche Wasserwagen, und bestehet aus gläsernen Röhren welche mit Brandweinsind, so daß doch eine blosse Luft darinnen bleibet. Es ist bekannt, daß die Axe solcher Röhre«^denn horizontal lieget, wenn die Luftblase in denselben, zwischen ihren Enden stehen, bleibet. Lkeine von den Röhren unseres Verfassers c ist in ein Stücke Holz gefastet, so daß ihre AxeOderflache des Zeigers N 6 parallel stehet. Ihre Absicht ist also zu zeigen, ob die gedachte O«,,fläche horizontal sey oder nicht. Die andere ist diejenige welche unser Verfasser die AM«MRöhre nennet. Diese ist an das Blech f6 § dergestalt befestigt, daß ihre Axe milder ebene« 0^che, auf welcher der Bogen O L beschrieben ist, einen rechten Winkel machet. Wenn EAxe dieser Rohre horizontal lieget, so ist die Fläche des Quadranten vertical. Die dritte RK.Fdie Horizontal-Nöhre des Anhanges, wie man sie füglich nennen könnte. Diese ist in dem A'Ug56 Z dergestalt befestiget, daß sie mit demfeiben und dem öLdsich drehet, und ihre Axe bE x,jtmit der Linie^ welche mitten auf dem Holze ^ L gezogen wird, parallel läuft. Es

Blase dieser Röhre allezeit zwischen den beyden Enden stehen bleiben,

^ h wenn diese Linie

tal ist. Es hanget also diese Röhre auf keine Weise mit dem Zeiger, sondern blos mit demge, und wenn dieser feste gestecket ist, mit der Bewegung des ganzen Quadrantenmen. Man brauchet diese Röhre niemals, als wenn man vorwärts odferviret. 21«s dtti'innerungea, wird sich die Einrichtung und der Gebrauch dieses Instrumentes deutn«) vfen lassen.