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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Sammlung

Zweites Aehend kgum. i8> »n» 19.

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Horizontal - Windmühle/

Von Herrn Loupler erfunden.

iese Windmühle bestehet aus einem aufwärts stehenden Baume welcher in L 8eo äe,von einem Ring gehalten wird, in dem er sich frey drehen kann. Das Stücke H L ktscii.ist mit vier Windflügeln versehen,welche nachgewöhnlicher Artgemachet und über-einander gesehet werden. Es müssen solche nemlich eben so lang seyn als die ordent- r.fA^ lichen, und eine grosse Flache dem Winde entgegen kehren. Die Mühle selbst istan dem Baume befestiget, und von den gewöhnlichen Mühlen gar nichts unterschieden.

Hc Der Rahmen oder Schirm Du? 6 wird von Holz gemachet. und ein grosser Theil seiner ki§. r.d^nie Tuche überzogen. Seine Breite ist etwas grosser als die Länge der Flügel, und er ist an>iW "vaume durch die Stange ü O befestiget, welche in dieser Figur verkürzt vorgestellet ist. Eshe? ^mlich solche noch länger seyn als die Flügel. Die Füsse k und 6 sind mit Rollen vexse-man den Schirrn leichter bewegen könne, weil man ihn auf dem Baum um die Mühle»^ schieben muß, wenn man die Mühle richten will. Sein Gebrauch bestehet darinnen, daßgegen denWindsetzet, damit dieser nicht mehr als aufeinen Flügel stossen könne. Diesesdkg^ich am deutlichsten auf der Fläche der Flügel selbst begreifen lassen. ig 0 stellet die Fläche kiZ.

^ Schirmes vor, welcher sich wie bereits ist erinnert worden, um den Mittelpunct derAxe^ k dre-Flü« ,^k. Man setze nun der Wind komme aus der Gegend k. und stosse gegen die Flache desUl?> so ist klar, daß wenn man dem Winde nichts entgegen setzte, so würden die beyden Flü-und k l mit gleicher Kraft nach der Richtung des Windes gedrücket. Weil nun beyL Umständen diese beyden Kraste um den Punct k im Gleichgewichte stünden, so würde keined^gung ^folgen, und die Mühle auch nicht gedreher werden. Setzet man aber den SchirmOff /gFlügel ?l> so bekommt der Flügel tt? noch den ganzen Stoß des Windes, und hingegenSeite kl istnichrsalsdergewöhnlicheWiberstandemerbeynahestiüestehenden Luft,weilg Arm den Stoß des Windes aufhält. Es wird also auf diese Weise die Mühle ohnfehl-uchrehet werden, und die verlangte Würkung erfolgen.

Vortheile dieser Einrichtung bestehen darinnen, daß man 1) das Sternrad und dieweglasset, welches eine Erleichterung sowohl in Der Ausführung als in den Unkostenma-Hq's 2) Kann man eine solche Windmühle allezeit gerade gegen den Wind stellen, z)

>en viel weniger Muhe eine solche Mühle zu richten. Hier darf man blos einen lesch-heyjgOnier, drehen, da man bey den gewöhnlichen Arten entweder dasganze Werk, oder doch!^slrck« das schweere Dach desselben herum wenden muß. klebrigen« wäre aber noch zu un-MkeÄ/ob diese Art auch dauerhaft genug wäre, und ob sie nicht leichter als die übrigen durch"Winde könne über den Haufen gerissen werden.

Anmerkungen Des Uebersetzers.

gewöhnlichen Vertical-Windmühlen sind viel zu bekannt, als daß wir solche hierzubefchrel-^b l-^avthig haben sollten, wer aber ja noch keinen zulänglichen Begrif davon hat, kann sol-E aus des Herrn Baron von Wolf. klem. ^leckänic. erlangen. Die Flügel müssen beybiblischen ^ aichk wie bey der gewöhnlichen schief gegen die Richtung des Windes, son-Net. Erwehr so eingesetzet werden, daß die Richtung des Windes auf ihre Flache perpendicularvii?" ihre Länge in dieser Lage ist. Die Ursache ist diese. Ein verticai stehender Flügel°le anders vermittelst des horizontal anstossenden Windes herum getrieben werden,als wenne^g erUx? Flügels schief gegen den Wind stehet, und daraus eine zusammengesetzte Bewe-werb- " kann. Hier hingegen kann der Flügel nach der Richtung des Windes forkgestos-Mef ' Er würde also gar keinen Nutzen haben und vielmehr schädlich seyn, wenn man chnwollte, weil dadurch ein Theil von der Kraft des Windes nothwendig verlohren^ desÄ^ Einfall, einen Rahmen auf einer Seite vorzusehen, ist ganz nützlich, weil der Gegen-windes dadurch weggenommen wird. Man würde aber darauf bedacht jeyn mus-

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