Sammlung
Drittes Zehend tgum. 21.22. und 23.
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Mchinen ohne Friktion, mit welchen schwebte Lasten in die Höhe
gehoben werden können.
Der Erfinder dererselben ist Herr kerraulr, Mitglied der Königl. Aka-demie derer Wissenschaften.
ie Friction oder das strenge Reiben, so man in denen übersetzten Maschinen noch «ecuengarnicht nach Wunsch gänzlich hat umgehen können, ist beständig nochLsanhero 1".^'derjenigen Kraft, die man unumgänglich zu der Bewegung solcher Maschinenanwenden muß, eine Hinderniß gewesen, und zwar eine sehr wichtige Hinderniß, ^om'.weilen solche allezeit in eben der Proportion zunimmt und grosser wird, je mehr dieAvehre derjenigen Last mehr betraget, die man etwann zu bewegen oder m die Hohe zu heben^get. . ^
ii n giebt ganz simple und einfache Werkzeuge, wo die Friction fast in gar keine Erwegung; ja, wo so gar ganz und gar keine Friction zu schulden kommt. Die Wurkung des He-<vder Hebebaums, wann man sich dessen nur stl-lechtweg bedienet, geschiehet fast ohneFri-h?: Und die Scytale, so wir einen CyUnoer oder eme walze zu nennen pflegen, bewurket ganz<Sar keine Friction. Allein, hierinnen thut sich die groste Schwurigkeu herfur, tzlche Werk-st? bey der Zusammensetzung derer Maschinen solchergestalt anzuordnen und m Wurkung zu.h? daß sie solche kaum gedachte Vortheile nicht vermehren, sondern vielmehr vollkommen beybe-dE, soviel ist gewiß, daß man sich bis anhero der walze nicht anders, als eines emfa-FMerkzeugs bedienet hat, mästen man solche schlechterdings zu nichts anders zu gebrauchenS als etwann grosse und schwehre Lasten, auf einer horizontalen oder sonst fthr wemg abhan-Fläche fortzuwälzen. Mit dem Hebel hat es fast gleicheBeschaffenhett. Er aglret oderin denen übersetzten Maschinen, gemeiniglich nicht anders, als auf eme solche Art und Wer-Ü " welcher eine ungleich grössere Friction verknüpfet ist, als solchenfalls, wann er als em eln-E Werkzeug gebrauchet wird. Es ist auch überdeme feine völlige und gänzliche Wurkung>vn zusammengesetzten Maschinen sonst nirgends anzutreffen, als bey denen Rollen; und vb-de>>i" diese bloß aus dieser Ursach angeordnet und verfertiget werden, um diejenige Friction zuschattn, die ein Seil würde ausstehen müssen, wenn es über etwas weggehen oder herüber ge-werden sollte, das nicht so beweglich wäre, wie jedoch eme Rolle beweglich ist; so haben sie"en ^ ?en doch noch Friction genug, nemlich bey ihren Zapfen, oder auf denenjenigen Lagerpfan-tvegssuwo sich die Zapfen kerumdrehen, mästen diese Lagerpfannen mchts anders, als solche unbe-gle'^Ve und feste Unterstützungen seynd, mit welchen die Rolle vermöge ihrerWelle oder ZapfenssMm wieder zusammen wächset oder aufs genaueste vereinbahret wird,und zwar solches ausder Schwehre der Lass die auf der Rolle ruhet, so daß, wann solche herumgedrehet werden
. - müssen, die sich nach derjenigen Schwehre prvportioniret, oder mit derjenigen Last invey stehet, die solche feste Zusammenverbindung verursachet. Alles dieses aber kommt^ze ganz und gar nicht zu schulden; denn diese kan sich herumdrehen oder vielmehr her-Merl^ ohne daß ihre Theile, die die Unterlage berühren, weiter gar keine Mühe haben, solchekWe zu verlassen.
Mehles lässet sich durch die hier beygefügte Figur noch deutlicher erklären. In dieser FigurMstj^n bey den Wellzapfen von einer Rolle 8, welche mit Hangenden Gewichten c und v,von denen das eine die Kraft, das andere aber die Last vorstellet. Lk 6 ». ist diewir ^er Unterlage, auf welcher die Welle der Rolle auflieget oder gleichsam ruhet. Se-
den Fall, c, wär die Kraft, und v. wär die Last; so ist nur mehr als zu gewiß,?Üdeu ä» Kraft agiret oder ihre Wurkung thut, zwey Puncte an der Welle der Rolle vor-
^selöss^d, welche an der Unterlage, die zwey Puncte L und k berühren, und also die Rolle sich"^lich herumzudrehen vermag, ohne daß die gedachten beyden Puncte nicht Friction-"m, und mit denen beyden Orten der Unterlage, gleichsam so zu reden, kein Gekrätze be-
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