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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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83
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Instrumenten- Sammlung.

8r

^mct der Unterlage auf einen andern fortzuschreiten, beständig einerley, der Unterschied der^chwehre derer Lasten, mag übrigens beschaffen seyn, wie er will.

.. Wir müffen also nothwendig, in sofern wir die Maschinen vollkommener machen wölken, sol-^ Mittel aufjuchen, den Hebel in denen Maschinen auf solche Manier in Würkung zu setzen, wie

sOch gar nicht zurBewerkstelligung gebracht worden, seynd auf eine sehr bequeme Art, in denenAgenden Maschinen anzutreffen. Denn der Hebest würket in denenselben nicht allein nach der-'^Msen Manier, wie er thut, wenn man sich dessen als eines einfachen Werkzeuges bedünet, dasW eigentlich, mit weniger Friktion; sondern er würket auch so gar in denenselben, ohne alle Fri-. '"ti; und die Walze, thut das ihrige in denenselben, nicht allein ohneFriction, sondern noch aufweit vollkommenere Manier, als wann man sich derselben als eines einfachen Werkzeuges be-s ^et, weilen man sie auf keiner solchen Flache anbringet, allwo die Ungleichheit- die mehrentheilsr Ml auf der Oberfläche derer Cörper, die auf der Walze aufliegen, als auf derjenigen Flacheaufwelcher die Wälze sich fortwälzet, zu schulden kommt, der bewegenden Kraft, grosse Hin-F"lffe in Weeg leget, und zwar aus Urftch,. weilen, da diese Ungleichheiten schuld stund, daß dieMlze nicht eher recht wurken kan, als bis die Last entweder in die Hohe oder wieder herniederge-i"kgen, falls Anhöhen vorkommen, solche oftmahligen Erhöhungen das Vermögen derbewegen-rA Kraft nur mehr mißbrauchen, Massen dieselbe deshalben einen solchen Nachdruck auszuüben^ genöthiget siehet, der gar nicht zu derjenigen Bewegung gehöret, die es hier eigentlich anbeträft-sA nichts anders als eine pure horizontale Bewegung ist und seyn soll. In denen folgenden Ma-hnen aber, würket die Walze ganz gleichförmig; und die Kraft thut mit der Hülfe der Walze"'.und gar nichts, das nicht zu derjenigenC " '

L? ist.

7 Man wird also gar leicht einsehen können, daß die Maschinen, die nach diesen Gründen

/^Würkung verrichten, eben sowohl auch diese guten Dienste zu leisten vermögen, so bald wiri^lich nur ihre Structur und Art der Würkung erkläret haben werden. Ich schreite also nun-M'o zu der Beschreibung dreyer absonderlichen Arten von solchen Maschinen.

7ab. l.IL

-kste Maschine, schwehre Lasten in die Höhe zu ziehen, und zwat

ohne Friction.

Wie solche erfunden der Herr kermulc, Mitglied der Königst Academie

derer Wissenschaften^

Lest Maschine bestehet aus einer Walze oder einem Cylinder F. der zugleich auch «ecüeii.als eineWelle zu einem Rade dienet, welches der Figur nach, einer Rolle gleichet, äes ia-cwdie hier mit dem Buchstaben L bezeichnet ist. Diese Walze, die sich zugleich auchmit der Rolle herumdrehet, wird von zwey Seilen L L gehalten, die an dem obern^ Theil der Maschine festgemacht seynd, welche ihren Theilen nach die Figur einesQ ^'chs vorstellet. An dieser nemlichen Welle oder Walze ^ L. befindet sich Noch ein anderes k-s- » 9 -an welchem die Last L befestiget ist. An der Rolle L, ist ebenfalls wieder noch ein ande-k k (^welches an dieser Rolle selbst befestiget und um dieselbe herumgehet; uNV diesesdei^Seil, so man anziehen muß, wann man die Lastän die Höhe heben will. Die Erhebung rtz. l.

erfolget daher, weilen, sobald kaumgedachtes Seil angezogen wird- die Rolle ö sich her-heu Drehen anfängt, nothwendig sich auch zu gleicher Zeit die Walze L ^ zugleich mit herumdre-welche, nachdeme sie sich auf denen beyden langen Balken des Kranichs k k fortwälzet,ien beyden Seilen L c. nach dem obern Theil der Maschine in die Höhe gezogen wird, mas-

sich^ Ese Seile L L, sich um diese Walze k ^ herumwickeln- sowohl wie das Seil O. an welchemels^Last L befestiget befindet; denn es muß nothwendig geschehen undkan nicht, anders seyn,zieh» M die Seile, wehrend deme, daß sie sich aufwickeln, kürzer werden, und sich nach dem Ort hin-der^'Ewv sie völlig befestiget seynd, nemlich, die Seile c L, müssen hier die Wälze mit sammtl "^ch dem Obertheil der Maschine, und so ebenfalls auch das Seil l); die Last fi. gegenSei in die Höhe ziehen, aus Ursach, weilen die Seile- die zu vberst aN der Maschine besestis

und dasjenige Seil, an welchem die Last hänget, sich in einer ganz verkehrten WendungDa sich nun die Walze auf denen beyden Balken des Kranichs schlechterdings nur; so würket sie also ohne alle Friction-wie in der vorhergehenden Figur pag. 8 r.geNuh-r»b.LvlchMd worden, allwo die Walze auf der unterläge r u. von k nach il fortgehen kan,

. K vhne alle Friction. ^ - j >

^ äun aber die Starke oder das Vermögen dieser Maschine anbelanget, sowohl wie beyü. Kranich, so beruhet solche schlechterdings auf der Grösse des RölleNförmigenRa-sv. Svl/V^'geringen Dicke, so man allenfalls der Walze 4 ^ geben mögte. . ^

^eil x x Vermögen aber noch mehr zu verstärken, hat man die Sache so eingerichtet, daß das

>^.von welchem das Rollenförmige Rad L herumgedrehet wird, an dem untern Theile

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