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Sammlung nützlicher Machinen und Instrumenten nebst deren Erklärung aus dem Französischen, Englischen und andern Sprachen ins Teutsche übersezt / aussgefertiget von Veit Balthasar Henning
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Inkrumenten-SaMMlUNg.

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Tsb. XLII.

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Heue Erfinvung einer Waßer-Waage, mit einem Fern-Rohr, dieihre Probe von selbst schon mit sich führet, und bloß allem auö einem ei-nigen Orte bewährt und rectiflciret wird.

Von demHli.lluZemo,Mttglied der Kön-Accademie derer Wißenschafften.

er vornehmste Theil dieses Instruments, ist einFernrohr ä S. von ein oder zwey u.Schuh Länge oder mehr,je nachdeme man eine größere Würkung von demselben i»urn. äe,begehret. Es führet daßelbe entweder zwey oder auch vier Conve^gläßer, nachs^Eder gewöhnlichen Art, die mehr als zu bekannt ist. Bey zwey Glaßern, erzeigen, sich die Gegenstände verkehrt. Bey denen vier Gtäßern aber fallen sie wieder auf- ^ '

M ins Gesicht. Die Röhre dieses Fernrohrs, ist von Meßing oder einem andern Metalle inMndrischer Form; Sie wird durch einen breiten Hefft oder Ring L durchgeschoben, der die-^ve hernach vollkommen in ihrer Mitte umschlieset, wo sie alsdann fest angelöthet wird.z. Dieser breite Ring oder Reifen hat zwey platte oder Arm-Schienen, so, wie solche,7t bey O und zu ersehen. Die eine von ihnen ist oben, die andere untern Eine jede ist„Mgefehr ein Viertheil so lang, als die ganze Lange des Fernrohrs. Mithin hat das^Nze Werk, die Gestalt eines Creutzes. An dem äußern Ende dieser Arme oder Schie-?",sind doppelte Fäden oder Schnürgen befestiget, die durch kleine Ringe durchgehen, als-aber zwischen zwey kleine Kneipzänglein oder Zwicken, eingeklemmet sind. Der ei-?Zghn von diesen Kneipzänglein, ist an dem äussern Ende seiner Armschiene fest gemacht,

Wandere aber solchergestalt angeordnet, daß er sich öfnen kam Mit dem einem von diesenÖligen, hänget man das Creuh an dem Hacken k auf, und an dem untern Ring hackelt man^Gewicht ein, welches, zufolge demjenigen,was weiter unten erinnert werden wird, vhnge-eben so schwer ist, als das Creuh, anbey in dem Gefäß 6. gleichsam verschlvßen gehalten?>ed, so daß oberhalb demselben nichts hervorraget, als der Hacken. Der übrige Raum inUsern Gefäße wird mit einem Oel, als zumEx.mitNuß-oderLein-Qel angefüllet, oder auchUt einem andern Oele, welches nicht eintrocknet. Durch dieses Oel, werden die Schwan-^rigen des unten Hangenden Gewichts und Fernrohrs, schleunig unterbrochen. Im innernMen Raume des Fernrohrs, befindet sich ein seidener Faden, der horizontal ausgespannet ist,

Ud zwar imFoco oder Brennpunct des Objectiv-Glaßes, es mögen nun hernach nur ein, oderUch drey Oculargläßer vorhanden seyn. Dieser Faden kan erhöhet und erniedriget werden,

Ud zwar vermittelst einer Schraube, welche man nach der Quer durch das Loch »einschrau-welches Loch, durch die Röhre des Fernrohrs durchaus gehet. Die Art und Weise, wieUser Faden eigentlich angeordnet und ausgespannet wird, soll weiter unten angezeiget werden.

l erstehet man eine sehr dünne Hülse, die nicht mehr alsoder 7^ von ganzen CreutzeUeget. Sie ist völlig beweglich, und kan an der Röhre des Fernrohrs hingeschoben werden,

U Man hin will- Wenn das Creuh nicht allzu wohl im Gleichgewicht stehen sollte; ordnetaußer dieser erstcnHülfe, noch eine andere in dem innern Theil des Fernrohrs, an, undl^ar von einer solchen Schwere, die zureichlich genug ist, kaum gemeldetes Gleichgewicht zuGurken, nemlich, die Rohre des Fernrohrs in einem solchen Stand zu versehen, der mit dem,^^izont vollkommen parallel laufft,wvrinnen jedennvch keine so gar außerordentliche Schärfek 5 ?evbachten, erforderlich ist. Ein flaches hölzernes Creuh dienet, die ganze Maschine an dern-wen aufzuhenkeri/weshalben an dem obern Theile deßelben, der Hacken k angeordnet werdenAri dem einem Creuh-Arme, befindet sich die Gabel bl, welche die allzugrosse Seiten-kj^Zung des Fern-Rohrs, verhindert, maßen letzteres in dieser Gabel, mehr nicht, als eineSpielraum hat. Daß Gefäße, in welchem das bleyerne Gewichte, wie auch dasOelh walken, hanget an diesem nemlichen hölzernen Creuhe, ob es schon alles dieses so wohl and "enSeiten als am Boden umschlieset. Und endlich nun auch die ganze Waßerwaage vorWinde zu verwahren, appliciret oder ordnet man dieselbe gegen ein hohles Creuh vonA, wie solches die mit L bezeichnete Figur vorstellet. Dieses hohle Creuh, befestiget manq.?as erstere flache Creuh, mit zwey oder drey Einfall-Hacken, so daß hernach alles mitein-"er, einer Creutzförmigen Capsul, gleich siehet.

sch. Dies? Waßerwaage zu richten und zu rectificiren, henket man dieselbe an der einenArm-h^Ne auf, ohne jedoch am untern Arm derselben, das bleyerne Gewichte einzuhäckeln. Als-Ma ^^ret oder siehet man nach einem beliebigen entferneten Gegenstand, bemerket den Ortten V der horizontal ausgespannete Seiden-Faden hintrifft: Denn man siehet im Visie-rs Faden eben so deutlich, als den Gegenstand selbst. Nunmehro nimmt man aber

l)»r-ir verne Gewicht zur Hand, und häckelt solches in den untern Ring ein. Trifft nun der8e>in Nck Faden im Fernrohr, auf das beym ersten Visiren wohl bemerkte Zeichen des Ge-pu«.^uds, ohnveränderlich noch vollkommen zu; so kan man versichert seyn, daß der Mittels^ ver Schwere des Creuhes, aufs allergenaueste in diejenige gerade Lirsie zutrifft, die die

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