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i. Abschn. Geschützkunst.
geladen waren, um die Patrone zu öffnen und die La-düng zu zünden, weil man den Pulverstral für sichallein nicht für hinreichend hielt.
Die Geschwind pfeifen bestanden aus Schilferöhren mit Anfeuernngszenge angefüllet, die in dasZündloch auf die vorher mit einem Durchschlag geöffne-te Patrone gefezt wurden. Sie sind eine Erfindungdes Artillerie-Obersten Geister, und wurden vonihm zuerst in der Belagerung von Brüssel 1697 an-gewendet.
Noch mehr ward die Schnelligkeit des Feuers derleichten Bataillonskanonen durch die von dem Sächsi-schen Artillerie-General Oben aus um das Jahr17z4 eingeführte Richtung«- und Ladungsmaschineerhöhet, daß sie deshalb den Namen der Geschwind-schü sse erhielten. Die Wirksamkeit und daö Uner-wartete ihres KartetfchenfeuerS trieb vorzüglich bei demRückzüge des Kaiserlichen Heeres von Teinock 1737die in die Acriergarde gefallenen Türken zurück, undsicherte den Marsch der Verbündeten.
Obschon endlich das eiserne Geschüß in Absicht derDauerhaftigkeit bei gehörig sorgfältigem Guß, sowohlals in Absicht der grösseren Leichtigkeit dem merallnenvorzuziehen ist; hatte man doch den Gebrauch dessel-ben zu Lande gänzlich verlassen *); man fand blos inden Festungen und auf den Flotten eiserne Kanonen.Die Schweden bedienten sich jedoch unter Karl dem
Zwölf-
*) Die eisernen Kanonen wurden und werden noch zumauswärtigen Handel so Fabrikcnmäßig in Schweden ver-fertiget, daß sie oft nicht einmal Zündlöcher haben.Mau mußte ihnen deswegen eine sehr beträchtliche Me»rallltärkc geben, um sie nur einigermassen dauerhaft zumachen, und dennoch springen sie wegen des spröde»Gusses noch oft.