Band 
Zweyter Band.
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V. Zeitraum.

anwendbar war; fielen die Deutschen Feuerwerker aufverschiedene Arten sogenannter K n a ll - und F a ll g r a-naken, die sich theils durch ein angebrachtes Feuer-schloß, theils durch eine andere änliche Vorrichtungbei dem Niederfallen sogleich entzündeten. Allein,diese Mittel waren entweder nnznvcrläßig oder trüg-lich; Mi cth räth daher zuerst "): die Brandröhrender Bomben nicht eher einzusehen, bis die lczteren ge-worfen werden sollen, und man aus dem geschehenenProbewurf weiß, wie viel sie Zeit nöthig haben, ihreBahn zu durchlaufen. Man richtet sich dann entwe-der mit der Länge der Brandröhrcn nach der Zahl ihrerTempo'S — d. h. der Zeit welche sie brennen sollen —oder man bohret in der verhältnißmäßigcn Länge vonoben herunter an der Seite ein Loch hinein, durch wel-ches der Fencrstral herausfährt und die Ladung derBombe zündet, wenn der in der Brandröhre befind-liche Sah bis dahin aufgezehret ist. Um dies beischon geladenen Bomben zu bewirken, mußten dieschon eingesczten Brandröhren heraus gezogen werden.Dies geschahe, indem man ein Seil fest um den Kopfder Brandröhre schlang, bei demselben die Bombe auf-lhieng, und so lange mit hölzernen Hämmern auf leztcreschlug, bis die Brandröhre heraus gieng und dieBombe hcrnnker fiel. Weil dies sehr langweilig war,siel David Förster, ein Deutscher Feuerwerker inFranzösischen Diensten, in der Belagerung von St. Omec1677 auf ein kürzeres Mittel: er lies den Kopf derBrandröhre abschneiden, rim sie alüdenn hinein trei-ben und die Ladung der Bombe ausschütten zu können;worauf er die Brandröhre mit einem Meiste! zerspal-tete, und Stückweise heraus nahm. Die Erfindungkostete jedoch ihm und sechzehn anderen das Leben, weil

eine

u) Geschützbeschreibung 3 Thl. Kap. 34.