2. Abschn. Formir. u. Rüst. d. Infanterie. ioz
mel und in der Verwirrung der Schlecht durch dasWort des Offiziers, wie das Instrument durch denFinger des Künstlers in Bewegung gcfezt wird. Ein-zelne Ausnahmen, die fich etwa bei den PreußischenTruppen finden, waren bei diesen, aber auch nur beiihnen allein, durch die Macht der aus der unauSgeftzrlen Uebung entstandenen Gewohnheit möglich, undkönnen Nichts gegen die Allgcmeingültigkeit des hieraufgestellten Satzes beweisen ^).
§- 8z.
Theils, weil sie den Deutschen in der Schnellig-keit des Ladens und Feucrnü bei weitem nicht gleichkamen; theils aber auch, weil der rasche Angrif demCharakter der Nation angemessener ist; gicngcn die
Franzose» oft — selbst ohne Einen Schuß zu thun —
mit dem Degen oder mit dem Bajonct auf den Feindlos. Jenes geschahe von den Französischen und Schwei-zergardcn im Treffen bei Stecnkerkcn, wie schon obengesagt worden ist, weil die BajonckS noch nicht beiihnen eingeführet waren q ); leztereS aber bei Friedlin-gen 1702 und in mehreren Gefechten des SpanischenSuccessionskrieges. Sie folgten hieriunen dem Ge-brauche der Türken, wo die Janitzaren sich nie damitaufhielten: ihr abgeschoßnes Gewehr wieder zu laden,sondern stecs mit blossem Säbel auf die Kaiserlichenlos stürzten.
p) Zm Treffen bei Höchsiadt hielt die Preußische Infante-rie durch das Ungewöhnliche ihres lebhaften Pelvkvnfeuersdie Französische und Bayerische Kavallerie zurück, unddeckte so den Rückzug der Alliirten.
P Feldzüge der Marsch, v. Luxemburg. XII. S. 6r.