Z. Abschn. Einricht. u. Rüst. d. Kavallerie. 107
nier-Han^tmann mit 60 Franken bezahlet wurden ").Zu Anfang des FeldzugeS 1691 wurdet» in dem Verrsammlungslagcc bei Corrryck alle diese Karabinier-Kompagnien zusammen gezogen, und zu Einer Brirgade formiret, die sich bei allen Gelegenheiten sehr aus-zeichnete. Endlich ward aus allen diesen Kompagnien«in Regiment von l 00 Kompagnien errichtet, die inFünf Brigaden, jede zu Vier Schwadronen vertheiletwaren. Bei dem Kaiserlichen Heere hatte ebenfallsjedes Kürassier-Regiment Eine Kompagnie Karabi-niere, und bei anderen Armeen wurden im taufe die-ses Zeitraumes ganze Karabinier-Regimenter errichtet.Wirkliche Jäger zu Pferde finden sich zuerst beider Sächsischen Annee, vier Kompagnien stark, unterAugusts des Dritten Regierung im Jahr $,73;errichtet. Sjc wurden in den Pohlnischen Unruhe»mit Vortheil gebraucht, nachher aber in Dragonerverwandelt.
§. 88 .
Die Stärke eines Regimentes zu Pferde war inden verschiedenen Epochen dieses Zeitraumes sehr ver-schieden. Die Kaiserlichen Kavallerie - Regimenter,Kürassiere und Dragoner, waren gewöhnlich in VierDivisionen gethcilet, deren jede aus drei Kompagnienbestand, und zuweilen bis 450 Pferde stark war").Dazu kam noch die 90 Mann starke Grenadier- oderKarabinier-Kompagnie, so daß sich der ganze Etateines solchen Regimentes öfters gegen i%oo, immeraber auf 1144 Pferde erstreckte. Bei dem PreussischenHeere waren die Kavallerie-Regimenter etwas schwa-cher,
t>) P. Daniel hist. de la Milice franc. XII. p. 479.
v) Khevenhüllers Exerzitium zu Pferde p. 8. histoir.
Milit. du Pr. Eugene pr. Duraont p. 29 n. 34.