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Zweyter Band.
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V. Ze itrau m.

immer einen glücklichen Erfolg versprechen, selbstwenn seine Befehlshaber nicht so verfuhren, wie sienach den Regeln der Kriegskunst sollten.

§- ' 75 -

Noch mehr wurden die Fortschritte der Franzose:;dadurch begünstiget, daß ihre Heerführer nicht gleichden Kaiserlichen an die Beschlüsse eines KriegSrathcSgebunden waren, wo gewöhnlich die beste Zeit mitDiSpuriren verlohren gieng, und wo die glücklichstenVorschläge aus Neid, oder Widerspruchsgeist unter-drückt wurden. Eugen von Savoyen, ohn-streitig einer der größten Feldherrn dieses Zeitraumes,sahe stch nicht selten in seinen glücklichsten Entwürfendurch diese nachlheilige Einrichtung beschränkt, oftsuchte er ihr jedoch auszuweichen, indem er entwederdie in Wien ohne Kenntniß der Umstände und des Lo-kals — mit Rücksicht auf Ereignisse, die langst vor-über waren, — ausgefertigten Befehle des HofkriegS-raths uneröfnet bis nach gecndigtem Treffen in derTasche behielt; oder aber stch gerade von enrgcgesczkerMeinung stellte, wo dann eben das, was er im Her-zen wünschte, beschlossen ward, weil cr'eö nicht znwollen schien p ).

§. I7§.

p) Die Schlacht bei HLchstadt 1704. stellt uns hiervon ei»merkwürdiges Beispiel auf: Eugen wollte hier durch-aus nichts von einem Angriff auf die Franzosen hören,dast M a r l b 0 r v u g h voll Unwillen den Kricasrath ver-liest, weil alle seine Vorstellungen deshalb fruchtlos blie-ben. Unmittelbar nach beendigtem Krieg»:N.tthe aberschrieb ihm der Prinz Eugen in einem Billette: erhabe blos zum See,ei» stch gegen das Treffen eingenom-men gcsteilcr, werde ihn aber schon zu rechter Zeit ge,

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