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5. Abschll. Kriegszucht.
die dann noch übrig bleibenden mußten bis nach ge-schlossenem Frieden warten, wie dies der Fall mit denbei Pultawa gefangenen Schweden war.
§. ' 96 .
Bei den ununterbrochenen Kriegen Frankreichsfand es Ludwig der Vierzehnte oder vielmehrLouvois, dem nichts entgieng, was die Armee inkriegerischer Vollkommenheit um Eine Stuffe höherheben konnte, für zweckmäßig: die Offiziere, welchesich auszeichneten, allezeit zu belohnen und die Nach-eiferung der andern zn wecken. So entstand l6c>g derLud wigö i 0 föen, die Erste Erscheinung dieserArt, ursprünglich blos zum Preis der Tapferkeit be-stimmt. Im Jahr 1719 erhielt er feine ordentlicheEinrichMNZ und ward auf Sechs »nd Zwanzig Groß,kreutze, Vier und Sechzig Kommcnthure und eineunbestiinnite Anzahl Ritter gefczt. Der Werth des L » d -wigskrenhe« war nicht blos idealifch; denn wäh-rend es feinen Bcfiher als einen Mann von vorzügli-cherem Mache, Entschlossenheit:c. bezeichnete, wa-ren auch gewisse Einkünfte Damit verbunden: die äl-testen Ritter erhielten Jahrgehaltc von 200 bis zu6000 LivreS. Eben dadurch aber verfehlte es um soweniger seines Zweckes, lind der Französische Offiziertrotzte jeder Gefahr, wenn es darauf ankam, diesenBeweis der Gnade feines Königs zu erwerben.
§. ' 97 .
Um für die Ober-Befehlshaber, die oft sschon inden niederen Graden den Orden erhalten harren, eineGelegenheit zur Aufmunterung zu huben, theils aberauch aus Prachtliebe vermehrte Ludwig der V ier-
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