274
V. Zeitraum.
unter einander gründete, und die er durch die im Jahr172s zu la Fere angestellten Erfahrungen zu bestäti-gen suchte^). Allein, diese Erfahrungen überzeugtenihren talentvollen Urheber: daß auch er noch im Irr-thume war. So entstand eine durchaus neue Mirnentheorie, auf richtigere Grundsätze von der Expan-siouskraft des Pulvers gebanet, und durch mit dergrößten Sorgfalt angestellte Versuche bestätiget q ).Es konnte nicht fehlen, daß diese Theorie, die Van-banö und Megrigny's Lehrsätzen geradezu entgegenwar, als sie in der Handschrift bekannt ward, sehrheftigen Widerspruch finden mußte. Der Ritterd'Abouville, Befehlshaber der Artillerieschule zulaFere, ließ daher im Jahr 1729 sehr genaue Ver-suche zur Prüfung des B elidor scheu Satzes an-stellen: daß die Größe der Minentrichter im Verhält-niß der Pulverladungen zunehme r ). Ber Erfolgwar ganz so, wie ihn Belidor wünschen konnte:eine mit 3600 Pfund Pulver geladene und 15 Fußtief liegende Mine machte einen Trichter von 70 Fuß,während sie nach Van bans Theorie ein bloßes run-des Loch von der Größe der Pulverkammer hätte bil-den sollen. Eine andere Mine warf mit 1000Pfund Ladung bei io Fuß kürzester Widerstandsliniedie Trümmern fast eine Meile in die Runde umher,und hob einen Trichter von 4s Fuß im Durchmesserheraus.
§. 280.
Ein dritter, ebenfalls zu la Fere angestellter Ver-such bewies die gleichförmige Ausbreitung der Wirr
kungör
pp) Beliciors Nonv. Cours de Matfiematiqtie 4 0 Paris172.«;. !Part.IX; C.hap 9; p. 505 seq.
q) D. Thom. de Moria Trattato de Artiileria T. 2; p. 567.
1 ) ibid. p>. 599.