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Zweyter Band.
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8. Abschn. Seewesen.

der Mitte ein großer Raum blieb; ließ aber dieSchiffe der Arriergarde dichte auf einander fahren,damit sie ein überlegenes Feuer hauen, und von denFranzofen nicht durchbrochen werden konnten Eingleiches beobachtete die Avantgarde der FranzösischenFlotte in dem schon erwähnten Treffen bei la Hogne,so daß es hier den Holländern schlechterdings unrmöglich war, durch die Linie zu gehen, und sie zwi-schen zwei Feuer zu nehmen.

§- Z24.

Das Durchbrechen der feindlichen Linie war eben-falls eine der gewöhnlichsten Seeevoluiionen, die auchin den neuesten Zeiten noch sehr häufig, und immermit Vortheil angewendet wird. In dieser Absichtwenden sich nemlich eine bestimmte Anzahl Schiffeauf ein gegebenes Signal schnell aus der Linie heraus,und gehen mit vollen Seegeln queer durch die feind-liche Linie hindurch, um auf der andern Seite der-selben wieder beizulegen, und den Feind hier zu be«schiessen, wo er gewöhnlich nicht darauf gefaßt ist, oftselbst nicht einmal die Kanonen in die Stückpfortengebracht hat, so daß er zwei bis drei volle Gefchüß-lagen erhält, ehe er Einmal darauf zu antwortenvermag. Fast alle Seetreffen der Kriege zwischen denHolländern und Engelländern, und zwischen diesenund den Franzosen geben uns Beispiele des Durch-brcchens der feindlichen Linie. Der NiederländischeAdmiral Ruyler scheint der Erfinder dieses Mauöu-«res zu fein; er führte es vorzüglich gut im Jahr1666 bei Dnnkirchen aus, wo er mehrere male durch

die

i) Paul Hoste I. c. p. 387.

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