Band 
Zweyter Band.
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ZI2

V. Zeitraum.

fen mit dem Säbel in der Faust zu entscheiden; wur-den Vie Handgranaten sehr häufig angewendet, umdas Verdeck des Schiffe« von Feinden zu reinigen.

Zu demselben Entzweck standen immer auch auf Backund Schanze — dem Vorder - und Hinter-Kasiel — eir !uige leichte, mit Hagel geladene Kanonen, die das Verr *deck bcstrichen, und nur dann gebraucht wurden, wannder Feind geentert hatte, und schon in beträchtlicherAnzahl herüber gekommen war.

§. Z27. \

Unternehmungen gegen feindliche Häfen waren indiesem Zeiträume ebenfalls sehr häufig, und cö wur-den dabei verschiedene Erfindungen angewendet, umden Hafen nebst den darinn befindlichen Schiffen undden Seemagazinen zu zersiöhrcn. Zu dem Unterneh-men auf Algier im Jahr 1682 ward der Bombar-dier-Hauptmann Camelin mit einer Anzahl Bom-bardiere von der Land-Artillerie mitgegeben, um dieBedienung der Mörser zu leiten, aus den Karkassenauf die Stadt geworfen werden sollten. Allein, jene ,sowohl, als die Bomben, zersprangen immer gleichvor dem Mörser, daß man nicht mehr als zweie oderdreie derselben in die Stadt brachte. Zwar gelangin den folgenden Tagen der Versuch besser, und ver-schiedene Häuser von Algier geriethen in Brand; den-noch war die Wirkung nicht so, wie man sie erwar-tet hatte, und die Französische Eskadre mußte wegendes einfallenden üblen Wetters nach Toulon zurück-kehren p ). Mit mehreren» Erfolg ward Algier dasJahr darauf durch sieben Boinbardiergalliotten born-bardiret, die in zwei Stunden des Nachts jede drei-zehen bis achtzchen Bomben und Karkassen warfen; ja,

als

p) Memoir. de Tourville Tom. 3 ; p. 183 fcq.