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wahrscheinlich, dass sieh unter diesen auch noch Formen linden werden, beiwelchen das Carpospor entweder an den ungeschlechtlichen oder an den geschlecht-lichen Fruchtträgern oder gar an beiden völlig fehlt.
Wie mir scheint, ist vorläufig eine Abgrenzung der verschiedenenZygomyceten im Sinne des natürlichen Systems nur so möglich, dassman von den Sporangien führenden Formen ausgeht und von ihnen die Conidienführenden als reducirte Bildungen gleichsam ableitet. Die Conidien sind nach-weislich nichts anderes wie Sporangien, die auf eine Spore zurückgegangensind, indem das Sporangium selbst zur Spore also zur Conidie geworden ist.Man kann diese Reduction der Sporangien zu Conidien bei den niederen Filzenan verschiedenen Stellen und zwar bei ungeschlechtlichen und geschlechtlichenFruchtformen nachweisen, ebenso hei den höheren Filzen, wie ich in den spä-teren Abhandlungen ausführen werde. Eine solche Reduction ist unter denZygomyceten bei den Clmetocladiaceen und bei den Fiptocephalideen eingetreten.
Unter den Sporangien tragenden Formen, welche ich früher als Mucorinenzusammengefasst habe, linden sich solche vor, bei welchen, z. B. bei Thamnidium(Fig. 5—8, Taf. 11 , die Sporangien der verzweigten Fruchtträger zum Tlieil kleinerwerden. Gewöhnlich trägt ein solcher Fruchtträger zweierlei Sporangien, eingrösseres an der Spitze und viele kleinere an den Seitenzweigen tiefer am Träger.Durch längere Cultur von Thamnidium-Formen lassen sich leicht alle möglichenUebergänge hcrstellen zwischen dem grossen apicalen Sporangium und den klei-neren seitlichen, den Sporangiolen, und ebenso finden sich, wie ich schon inder dritten Abhandlung dieses Heftes beschrieben habe, Fälle nicht selten vor,in welchen die grossen Sporangien an den Fruchtträgern abortirt sind. Denkenwir uns nun den weiteren Fall, dass die Sporangiolen allein auftreten, aber statt4 oder mehreren nur mehr eine Spore im Sporangium ausbilden, also in der ebenangeführten Art zur Conidie reducirt sind, so hätten wir, durch Rückbildungentstanden, eine Form, welche dem Chaetocladium sehr nahe kommt. Nehmenwir dann noch den weiteren möglichen Fall hinzu, dass beide Fruchtformen, diezu Conidien reducirten Sporangiolen und die Sporangien erhalten sind, abernicht mehr an einem Träger gleichzeitig, sondern auf zwei verschiedene Trägervertheilt auftreten, so erhalten wir Formen wie Choanephora und Mortierellapolyccphala. Diese zweierlei Sporangien, kleine und grosse, dann Conidien undSporangien besitzenden Filze, die wiederum durch eine Spaltung der 2 Frucht-