Band 
Botanische Untersuchungen über Schimmelpilze. [Heft I. - IV.]
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Die Sporen cler Pycniden (Fig. 5"', welche in Form schleimiger Tröpf-chen aus deren Oeffnungen austreten, hissen sich leicht rein für die Cultnr ge-winnen. Sie keimen in Nährlösung zu grossen reich septirten Mycelienaus (Fig. 41(1). Die Fäden derselben sind nicht mehr, als etwa halb so dick,wie die von Feziza. Nach Inhalt und Verzweigung weichen sie durchaus vondiesen ah, dabei wachsen sie in der gleichen Nährlösung nicht halb so schnellwie diese. Die Fäden bleiben S Tage lang arm an Verzweigungen und habenetwas sparriges und starres in ihrem Verlaufe. Nach dieser Zeit beginnt dieFructification, die Anlage der Pycniden und zwar vorzugsweise im Verlaufeder Hauptmycclfadcn. Diese erweitern sich an einzelnen, nicht lang ausgedehn-ten Stellen um das 24fache zu kolbenartigen Anschwellungen, welche gleichnachher von vielen Scheidewänden durchsetzt werden Fig. (j10). Die schmalenmeist Üaclien Zellen, in welche hierdurch der Faden getheilt ist, sprossen un-mittelbar zai Seitenästen aus, die dicht zusammengcstcllt sind und im rechtenWinkel sparrig abstehend die junge Fruchtanlage leicht kenntlich machen. Zuden ersten Scheidewänden, welche die erweiterten Fadentheile senkrecht zu ihremVerlaufe durchsetzen, kommen nun, wenn die Scitenäste gebildet sind, andereWände hinzu, die schräg zu den ersten ansetzen und so die Bildung eines echtenGewebes einleiten. Fortdauerndes Wachsthum und unregelmässige Theilungennach allen llichtungen, die sich vorzugsweise auf die mittlere, nach oben ge-legene Partie des jungen Gewebecomplexes concentriren, erheben diesen baldüber den Faden. Den durch Theilung neu gebildeten, am Aussenrande liegen-den Zellen ist es weiterhin eigen, hyphenartig auszusprossen und die Zahl derHyphen zu vermehren, die haarartig den Gewebekern einliiillen (Fig. 11). Wosich diese Hyphen an jungen Stadien der Frucht seitlich berühren, können siegewebeartig verwachsen, und oft sieht es aus, als ob diese Verwachsungen denAnfang des Gewebekernes überhaupt bildeten. In den nächsten Stadienhat die Anlage eine kugelige Form erreicht und sitzt gallenartig dem Faden auf.Diese Formausbildung ist kaum anders denkbar als durch eine Bevorzugung derjeweils oberen Zellen in ihrer Vermehrung durch Theilung. Die stärksten Ver-grösserungen lassen auf den feinsten Durchschnitten nichts anderes als einegleichmässige compacte Gewebsmasse erkennen. Dieser Zustand gehtaber mit der weiteren Vergrösserung verloren.

Der Gewebekörper wächst um das Vielfache seiner Grösse aus, behält