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sporen von einer der früheren Objectträgereulturen, in welchen die Sporen schon14 Tage unthätig in AVasser gelegen hatten, in zwei Hälften getlieilt und dieeine Hälfte mit Nährlösung beschickt. Schon am nächsten Morgen war das
1 — lt). (,
(Taf. IV, Fig
Resultat da: Jede Spore hatte ausgekeimt
Die Erfahrung, dass die Nährlösung in diesem Sinne wirke, wurde un-mittelbar auf Cultureil von Geminella angewendet, welche in 3 AA'ochenebenfalls nichts ergeben hatten, als ganz vereinzelte Auskeimungen der Sporenzu Fäden, deren Enden reihenweise die kleinen runden Sporidien abschnürten'Taf. XI, Eig. 13;, welche Schroeter') zuerst gesehen hat. — Auch auf die Spo-ren der Geminella wirkte die Nährlösung ebenso ein, wie auf dieSporen des Maisbrandes. Nach wenigen Tagen hatte jede Spore ausgekeimt.Riesige Keimschläuche, von Scheidewänden durchsetzt, entwickelten sich zugrossen Mycclien, an welchen später fruchtkörperähnliche Bildungen zur Aus-bildung kamen, welche einen halben Zoll im Durchmesser erreichten.
Bei diesen Culturen traten die kleinen Sporidien der Sporenkeimung inAVasser zu keiner Zeit auf, sie wurden, wie cs schien, durch die üppigere Ent-wicklung in der Nährlösung unterdrückt. Durch die Einwirkung von Nähr-lösung auf die Sporidien selbst stellte sich dann weiter heraus, dass diese auch inden Nährlösungen, in welchen die Sporen so reichlich keimen, nicht keimfähigsind, sie gingen, entsprechend ihrer Zartheit, sehr bald zu Grunde.
Bei der Keimung der Brandsporen in AA^asser bildet sich dassogenannte l’romyeelium, ein einfacher Faden von wechselnder Grösse, welcherim höchsten Falle von wenigen Scheidewänden in 3—5 Zellen getlieilt wird.Entweder an der Spitze des einzelligen oder an den Seiten des mehrzelligenFadens bilden sich wenige Sporidien aus, welche aber bei manchen Formengar nicht zur Ausbildung kommen (Taf. I—XIII, die betreffenden Figuren). —
■ Bei dem Zusatze von Nährlösung bildeten sich zuerst dieselben Promycelien aus,sie wurden nur üppiger und grösser, verzweigten sich auch bei manchen For-men; aber sie erschöpften sich nicht in der Bildung weniger Sporidien, es gingvielmehr die Sprossung der Sporidien so lange fort, als die Nähr-lösung mit ihren Nährstoffen reichte, es wurden Sporidien in
') Schröder, Beobachtungen über einige Ustilagineen, Beiträge zur Biologie. Band II.
Heft III.