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Botanische Untersuchungen über Hefenpilze. Fortsetzung der Schimmelpilze. [Heft V. - VIII.]
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Eintrocknen ohne Nachtheil bestehen. In Nährlösungen hingegen keimen siesofort aus, einzeln oder auch zu Reihen verbunden (Eig. 13 u. 14). Es werdenohne vorherige Anschwellung Keimschläuche gebildet, welche sich zu Mycelienverzweigen, die in nichts verschieden sind von den Mycelien, welche aus Sporenoder aus Gonidien keimen. Nur treten im Anfänge keine und nachträglich nichtsehr reichliche Conidienköpfchen auf, wie Fig. 15 sie zeigt. Selbst aber angrossen Mycelien ist die Conidienbildung eine auffallend geringere als an denSporenmycelien. Man bekommt den Eindruck, dass die Entwicklungsrichtungeine veränderte ist, wie ich es ja auch schon für die Gonidien der Tremella lutes-cens beschrieb, je nachdem diese an Sporenkeimungen auftreten oder in Frucht-lagern gebildet sind (p. 118}. Bei Massenculturen auf gedüngtem Brod ist esähnlich, hier werden schon nach zwei Monaten weitere Gemmenfrüchte gebildet,die reichlich auftreten und den früheren in allen Punkten gleichen.

Kehren wir nun zu den früheren Gulturen zurück, so ist zu vermerken,dass an den Gemmenfrüchte-erzeugenden Mycelien die Bildung dieser Früchte,von welchen die ersten im Juli gereift waren, über ein ganzes Jahr fortdauerte.Die Gulturen überstanden den zweiten Munter ohne Unfall, die Gemmenfrüchtewurden immer neu gebildet, aber schon nicht mehr mit einer äussern Hülle vonLuftmycel umgeben wie im Anfänge (Fig. 9, 2 ): sie traten frei auf und erreichteneinzeln eine enorme Ausdehnung (Fig. 9, 1 }. Zum Glücke ging die Ausbreitungder Mycelien nur langsam weiter, während die Gemmenfrüchte zahlreicher an-gelegt wurden und wohl alle Nahrung aufsogen. Mit dem Ausgange des zweitenSommers hörte endlich die Bildung der Gemmenfrüchte auf, die Mycelien nahmeneine gelbe Farbe an .und ein anderes späterhin mehr glänzendes Ansehen alsfrüher. In Fig. 9, 1 ist diese Veränderung an einer Gultur gezeichnet, welchenoch am Umfange Gemmenfrüchte trägt. Das glänzende Ansehen wurde be-dingt durch eine Gallertbildung, die sich zwischen der gelben Fadenmasse zeigteund diese zu grösserer Mächtigkeit auftrieb. Diese deutet, ähnlich wie iches für die gallertig-zitterigen Fruchtkörper von Tremella lutescens beschriebenhabe, das Auftreten des Hymeniums resp. das Erscheinen von Basidien an. Sieerfolgt nicht überall, sondern vorzugsweise an einzelnen Stellen, die anschwellenund durchscheinend werden und allmählich das Ansehen von den Fruchtkörperndes Dacryomyces annehmen. Die jahrelange Pflege der Gulturen hat viele Zeit