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Untersuchungen aus dem Gesammtgebiete der Mykologie. Fortsetzung der Schimmel- und Hefenpilze. [Heft IX. - XII.]
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Keimun»- tritt alter sehr leicht ein an einem Materiale, welches etwal» -Monate in feuchter Kr de gelegen hat. Das Kxospor platzt in weiten Rissenauf und ein dreizeiliger Fruchtträger tritt aus der Spore frei hervor (Figur IG 18),von welchem die vierte Zelle in der Spore sitzen bleiht und sieh der Beobachtungentzieht. Der freie dreizellige Theil des Fruchtträgers fällt mit der beo-innenden

(onidienbildung leicht von der Spore ab (Fig. l()j). In Wasser geht die Bildungder C'onidien mit der Frschüpfung der Zellen des Fruchtträgers bahl zu Fnde(Fig. 3 (i 10), in Nährlösungen gellt sie dagegen ohne Fnde fort (Fig. 20--25).Die ('onidien sind klein, von länglich eiförmiger Gestalt und einer directen Ver-mehrung durch Sprossung wiederum ohne Fnde zugänglich (Fig. 23 25). Die

S prosscon i dien bleiben in concentrirteren Nährlösungen oft in «n-iisseren Verbändenlose vereinigt (big. 23i_ä), uni nachträglich durch geringe Frsehiitterungen zu zer-fallen. Wenn die Nährlösung allmählich erschöpft wird, scldiesst die Sprossung mitder Bildung immer kleinerer ('onidien ab (Fig. 1 i) g). Fusionen treten zwischenden ('onidien zu keiner Zeit ein, ebensowenig konnte aber auch ein Aus-wachsen zu Keimfäden beobachtet werden. Lässt man die Brandsporen in Nähr-

lösungen auskeimen, so werden mitunter zwei, sehr selten sogar drei Fruchtträger auseiner Spore getrieben (Fig. 21 und 22), einzeln geschieht dies auch bei Keimungen inWbisser (Fig. 17). Wahrscheinlich erfolgt hier die Theilung zu der (Mehrheit derFruchtträger schon in der Keimspore, wie in Figur 12 auf Tafel VI, es ist abernicht möglich, dies zu sehen, weil man durch das dunkle Fxosporium, welches nichtabgestossen wird, nicht hindurchsehen kann. Die einmal keimfähig gewordenen Sporenbehalten mehrere (Monate lang ihre Keimkraft.

Die rauhsporigen Formen, welche die Tafel VIII dieses Heftes vereinigt und zuwelchen noch die Formen Fst. antherarum, löst. Betonicae, Fst. Scabiosae, Ust. recepta-culorum, 1 st. Kiihneana, 1 st. Cardui und Fst. intermedia aus dem Ab Hefte gehören,sind es ganz vorzugsweise, bei welchen eine Fusion der (onidien beobachtet wird.W enn wir die Formen in der Gesammtheit übersehen, so findet sich, dass die Fusionetwa bei der Hälfte der Formen vorkommt, bei der anderen nicht, dass von nahe-verwandten Formen die eine zwischen den (onidien Fusionen bildet, die andere keine.Die Fusionen treten nur ein bei schlechter Frnährung, unter anderen Umständenunterbleiben sie und die ('onidien sind in Nährlösungen ohne Fusion für sich ent-wicklungsfähig. Der Umstand, dass nur eine Brücke zwischen den Protoplasmakörpemder Conidien eintritt, dass beide ihren Inhalt unverändert behalten und beide für sichzu ('onidien oder Fäden auskeimen, als ob sie nicht fusionirt wären, nur die Keim-faden an den fusionirten Conidien länger werden, zeigt den Werth der Verbiuduno-als eine Fusion der Protoplasmakürper unverkennbar deutlich an. Bemerkenswerth istalier die in den einzelnen Fällen gesteigerte Regelmässigkeit des Vorganges, der durch