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Untersuchungen aus dem Gesammtgebiete der Mykologie. Fortsetzung der Schimmel- und Hefenpilze. [Heft IX. - XII.]
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eines Cmtr. überzog, habe ich nur die Bildung der Sporenlager 1 ) in Lebereinstimmungmit den Formen von Anthracoidea feststellen können. Die Sporen selbst wollten wedergleich nach ihrer Ankunft aus ßlmnenau, noch auch nach längerem Ausliegen infeuchter Erde auskeimen. Ich habe sie verfolgt, bis sie abgestorben waren; es istwahrscheinlich, dass sie bald nach ihrer Heile keimen und die Keimkraft schnellverlieren.

Abbildungen von der Bildung: der Sporen bei Cintractia und ebenso bei Anthra-coidea habe ich zurückgelassen, weil sie, gleich denen von Splmcelotheca zu viel Kaumbeanspruchten. Die schon vorhandenen Zeichnungen von Cornu (1. c. der ann. sc. mit.]). 279 Taf. XV) können vorläufig zur Orientirung dienen. Auch schon die Zeich-nungen von Anthracoidea Carycis in der Auskeimung der Sporen mussten verkleinertwiedergegeben werden.

2, Brandsporen nicht einzeln frei, sondern verbunden oder zu Haufen vereinigt.

Die erste Form, die hier in Betracht kommt und die den Charakter der ver-bundenen Sporen wohl am schwächsten ausgeprägt zeigt, ist Schizonella. Es sindbei dieser Gattung die Sporen nur zu zweien miteinander verbunden und diese trennensich noch bald, jedenfalls mit der Keimung in zwei Hälften von einander (Fig. Cl()sp.),die dann nur mehr an einer kleinen Stelle durch das Exosporium verbunden bleiben.Nach dieser Eigenthümlichkeit ist der Gattungsname Schizonella von Schröder ge-bildet worden.

Schizonella melanogramma DC. auf Carex ericetorum.

Der untersuchte Pilz stammt von Schröder, der ihn von einem Standorte imRiesengebirge mir zusandte. Die Blätter der Xährpflanze zeigten schmale dunkleLängsstreifen, in welchen sich die Brandlager, nicht gerade reich an Sporen, vorfanden.Die Sporen waren meistens schon in zwei nur noch lose verbundene Hälften zerfallen,welche kappenartig nach aussen ausgebildet waren und die Flächen der Commissur,an welcher die Sporen zusannnengesessen hatten, deutlich unterscheidbar machten. DieSporen hingen an einer Seite oder vielmehr an einer Randstelle der Commissur losezusammen und machten den Eindruck, als ob sie durch eine letzte Theilung in dieZwillingshälften getheilt worden seien (Fig. 7 u. 8sp.). Die dunkelbraunen, nichtgrossen Sporen haben kaum unterscheidbare Unebenheiten, die in Figur 8 angedeutetsind, an der freien Aussenseite, nicht aber an der Fläche der Commissur, die hellerund glatt ist. Die Keimung der Sporen tritt leicht, schon in Wasser ein, sieist von Schröder 2 ') beobachtet als längliches Promycel, welches durch 13 Scheide-

*) Cornu, Ann. sc. nat. (j. Serie, Tome 15.

2 ) Schröder, Beiträge zur Biologie, Bemerkungen über einige Ustilaginaeeen, Bd. II,p. 349, Taf. XII.