118 Geradliniger Transporteur Gerichtliche Messungen I
die Differenz zwischen den Zahlen der Zähne in den Rädern größer! §oder kleiner ist. Die Stange sowohl als die Röhre, können zu Abänderungen! jnder Räder leicht weggenommen werden. Nimmt man aber bloß zwei Räder,! stso bewegt sich die Stange EF in der nämlichen Richtung wie der Arm KGJ giwird aber ein Rad dazwischen gelegt, so erfolgt die Bewegung in entgegen-! j>,gesetzter Richtung. Die Zahl der Zähne in den Rädern und folglich die! z>verhältnismäßige Geschwindigkeit des Arms EF kann bis ins Unendliche ver-! 5 ,ändert werden. Um die Berbindung der einzelnen Tbeile des Räderwerks!dieser Feder ganz deutlich >u machen, mag der Arm KG durch den Buchst»-! h.ben a und die Stange EF durch den Buchstaben b jedesmal ausgedrückt fte=| ahen. Um eine solche Figur (q ) mittelst der Feder zu beschreiben, muß! asich der Radius a zu dem von b verhalten, beinahe wie 10 zu 5, die Zahlen betl uZähne in den Rädern muffen gleich und die Bewegung in gleicher Richtung! sterfolgen. Wird die Stange b verändert, so bekommt man die Figur (O). >>>Ein Zirkel kann vermittelst gleicher Räder mit irgend einem Radius beschrie-1 »ben werden, allein es müssen sich die Arme in entgegengesetzter Richtung!»bewegen. Um Figuren von der Form (O) ö" beschreiben, muß sich der! dRadius a zu dem von b verhalten wie 10 zu 3J, die Geschwindigkeit oder I *die Zähne der Räder wie 1 zu 2 und die Bewegung in einerlei Richtung!^erfolgen. Für eine gerade Linie nehme man gleiche Halbmesser, die Ge-1 tschwindiakeit wie 1 zu" 2, die Bewegung in entgegengesetzter Richtung; und I °indem dasselbe geschiehet, und nur die Halbmesser verschieden sind, er-hält man mancherlei Arten Ellipsen. Eine Figur mit sieben symmetrischen I -Blättern, wenn die Halbmesser wie 7 zu 2 sind, die Geschwindigkeiten sich» ;wie 2 zu 3 verhalten, und die Bewegung in entgegengesetzter Richtung er-1 !folgt. Dreieckige Figuren mit mehr oder weniger auswärts gebogenen Sei-1 sten werden durch einerlei Räder bewirkt, bloß indem man die "Lange des I 'Arms verändert; die Geschwindigkeit muß seyn wie 1 zu 3 und die Armei .sich in entgegengesetzter Richtung bestiegen. Für ineinander greifende herzsör- I :mige Figuren ist der Radius a etwas geringer als der von b, die Geschwin- I ,digkeit wie 3 zu 1 und die Bewegung in entgegengesetzter Richtung. Auf I ;diese Weise lassen sich durch Hinzufügen noch einiger Theile des Instruments, IZykloiden, Spiralen rc. regelmäßig beschreiben. I .
Geradliniger Transporteur. Man ziehe Fig. 89. eine ge- >rade Linie ab, errichte an beiden Enden derselben die Perpendikularen ac > iund bd, auf die man eine gewisse Anzahl gleicher Theile z. B. fünf trägt, Iund ziehe durch diese Punkte, lauter Parallelen mit ab. Hierauf trage man Imittelst eines tausendlheiligen Maßstabes, von a aus, auf die gezogenen Li- Imen nach b hin, die Sehne eines Bogens von 5 Graden, die 60 Theile Ides Maßstabes halten möge, vom Punkte c aug, trage man dann nach 6, >die Sehne eines Bogens von 10 Graden, nach dem verjüngten Maßstabe Iabgenommen, die 120 Theile halten mag; dann wiederum von a nach b die I
Sehne von 15 Graden und von c nach d, die von 20 Graden u. s. f. bis I
endlich von c nach d die von 90 Graden aufgetragen werden wird. Ziehet Iman nun von c nach 5, von 5 nach 10, von 10 nach 15, von 15 nach 20 rc. ITransversallinien, so erhält man dadurch einen geradlinigen TranS- Iporteur, weil man auf ihm, die Sehnen aller Winkel von'o bis 90° ab- Inehmen kann. I
Auf einem solchen Maßstabe hat man die Sehnen genau, die man un- Imittelbar aufgetragen hat, diejenigen aber,'die durch Zeichnung wie z. B. I
die von 33" gefunden worden, sind insgesammt der Wahrheit näher, zu je >
größern Bogen sie gehören. Zuweilen findet man auch dergl. Maßstäbe, die, >statt wie in der Figur durch 5, durch 10 Parallelen dargestellt sind, von Idenen man also auch halbe Grade abnehmen kann. I
Gcrichtli ch e M essungen. Diese sollen dazu dienen, streitige Fälle >
bei Grund - und Bodenbesitzungen nach gewissen Gründen zu entscheiden. >