236 Scheibeninstrumrnt
Paiiser Cn-bik-A°«.
Würtemberg.. 3934,4122 . . .
Simri . ..1116,8015 . . .
Würzburg , Metze. 1094,487 . . .
Zug, Mütt. 4526,5 . . .
Mehr Belehrung über diesen Gegenstand findet man noch in
Eytelwein's Vergleichung der in den preußischen Staaten' eingeführtenMaße und Gewichte, mit Rücksicht auf die vorzüglichsten Maße und Gewichtevon Europa . Berlin . 8. 1810.
Nelkendrecher's Taschenbuch der Münz - Maß - und Gewichtskunde. 9 teAuflage. 8 . Berlin 1805.
v. Vega's logaritbmisch - trigonometrische Tafeln, nebst andern zum Ge-brauch der Mathematik eingerichteten Tafeln und Formeln. 2 Bde. 2te Aufl.8. Leipzig 1797. (Enthält auch die gebräuchlichsten Maße und Gewichte.)
Scheibeninstrument. Dieses hat in seiner Form und in seinemGebrauche große Aehnlichkeit mit dem Meßtische, nur daß man statt derMensel, eine runde, aus gutem trocknen Holze gefertigte Scheibe findet, die,wie jene, auf das Stativ mit drei Schrauben befestiget wird. Um den Mit-telpunkt dieser Scheibe bewegt sich ein Dioptcrlineal, oder auch eine Kipp-regel mit Fernrohr, an dessen Kante hin man eine Linie ziehen kann, die,unter allen Richtungen des Lineals, durch den Mittelpunkt der Scheibe gehet.Man erhält auf diese Weise beim Bisiren nach den verschiedenen Gegenstän-den, Winkel am Mittelpunkte.
Die Aufnahme mittelst eines solchen Instruments geschiehet, indem mandie runde Scheibe mit einem weißen Bogen Papier beklebt, und auf selbige,vom Centro aus, eine Anzahl concentrischcr Kreise, mit möglichst großemRadius ziehet, wie dieses Fig. 171 . zeigt. Die beobachteten Schenkel derWinkel, merkt man dann jedesmal auf zwei Seiten des Centrums, auf ei-nem und demselben Kreise, durch kleine Strichelchen an, und schreibt hierzueinen Buchstaben, der die Richtung angibt, und mit dem Brouillonriß ganzübereinstimmen muß. Hätte man sich z. B. mit dem Scheibeninstrumenteüber 1 Fig. 172. befunden, so würden die Strichelchen aa die Richtlinie nachdiesem Punkte hin, bezeichnen. Würde man sich hierauf mit dem Werkzeugeüber a aufstellen, ebenfalls die Winkel beobachten, so werden diese auf ähn-liche Weise, auf den folgenden Kreis, durch bb ausgedrückt, und so wirddenn auch bei der Fortsetzung der Arbeit verfahren werden. Sind sämmt-liche Kreise des Blatts mit den Markenstrichelchen versetzen, und soll dieMessung noch weiter fortgesetzt werden, so wird das vollendete Blatt vonder Scheibe abgeschnitten, ein neues ausgezogen und die Arbeit auf die be-schriebene Weise fortgesetzt *). Hierbei ist noch dreierlei zu erinnern: 1) daßbei jeder Winkelbeobachtung, das Centrum der Scheibe über den gemeintenPunkt auf dem Felde lothrccht zu stehen kommt — was durch ein, im Sta-tive herabhängendes Loth, erreicht werden kann; — 2) daß die Schenkelder Winkel mit der Kette oder mit Stäben gemessen werden müssen, undendlich 3 ), daß man sich einen Brouillonriß von der aufzunehmenden Figurentworfen hat, dessen Ecken mit Buchstaben bezeichnet sind, die sich auf dieNoten der Scheibe beziehen, und in welchen die gemessenen Linien, da, wosie hingehören, in Maße angeschrieben werden. Soll nun aus den einzelnenScheibenblättern die Reinzeichnung aufgetragen werden, so befestige man einevon den Papierscheiben nach der andern auf den aufgespannten Bogen Papier ,
") Ma» kann nöthigen Falls von einigen Punkten aus, mehrere Winkel beobachten:auch baun, wenn man auf ein Scheibenblatt viel arbeiten will, lwej und mehrereWinkel auf eine» Kreis nokiren.
Angabe nachKruse.
Hübe.
Hubert!.