Situalionzeichnor
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3) Buchten und Baien,
4) Riffe,
5) Klippen,
6) Busen,
7) Inseln,
8) Halbinseln,
9) Hceger,
10) Sandbänke,
11) Meerengen,
12) Erdzungen,
13) Dämme,
14) Schleusen,
15) Seeberge.
C) um von einem Ufer anS andre zü kommen.
r>) Fahren.
1) Kahnfähren,
2) fliegende Fähren,
3) Seilfähren.
d) Brücken.
1) Schiffbrücken,
2) Knippelbrücken,
3) Pontonbrücken,
4) Jochbrücken,
5) Pfeilerbrückcn; wobei jedesmal das Material des Bauwerks unter-schieden werden muß.
c) Stege, sowohl freigehende, als auch solche, die auf gewissen Unter-lagen ruhen.
d) Führten, für Fußgänger, für Reiterei und Fuhrwerk.
Die Art der Bezeichnung ist wenigstens für jede Classe, hier im Buche,unter ihrer Collectivbenennung gehörigen Orts angegeben worden.
Ein allgemein angenommenes System der Situationzeichnung existirtzur Zeit noch nicht,, und man findet daher mannigfaltige Arten der Bezeich-nung, was zur Folge hat, daß man bei ganzen Suiten von Riffen, eineUebersicht der erwählten Zeichen mit angeben muß. Im Artikel Bergzeich-nung, habe ich Gelegenheit gehabt zu erwähnen, wie ein Gemenge vonschwarzen und weißen Strichen sich am schicklichsten zur Verdeutlichung derverschiedenen schiefen Ebenen eignet und dort die vom Major Lehmann zuerstaufgestellte Theorie dieses Gegenstandes, gewürdigct. — Weit wenigerSchwierigkeiten, als die Bergzeichnung, haben in der planimetrischen Dar-stellung, andere Gegenstände, indem man gemeiniglich die Form des Grund-risses beobachtet. Nur in der Uten Classe bei den Gewachsen, macht maneine Ausnahme, weil diese im Grundrisse sich nur wie Ringelchen darstellen,und in dieser Bezeichnung, oft zu Mißverständnissen Gelegenheit geben; manwählt dann lieber die Seitenansicht des Baums, jedoch aber nur in seinerHauptform und dann noch in einem sehr kleinen Maßstabe.
Zur Erlernung der Situationzeichnung, gehöret vorzüglich:
1) daß man durch Uebung es dahin bringe, Striche nach allen Richtun-gen und von jeder verlangten Stärke und Lauge, aus freier Hand zu machen.Eben so auch Punkte, rund, von jeder Stärke und angenommener Entfer-nung von einander;
2) daß man mit Zirkel, Lineal und Reißfeder gut umzugehen weiß; dennvon der geschickten Behandlung dieser Werkzeuge, hängt nicht allein oft dieSchönheit eines Risses, sondern auch dessen Richtigkeit ab;
3) daß man eine gewisse Fertigkeit beim Auftragen der Farben mit demPinsel aufs Papier, sich erwerbe. Das Halten der Grenzen, das durchge-hende egale Auftragen der Flüssigkeit und die mehre oder wenigere Starke derFarbe selbst, immer zu berücksichtigen, sind hieher gehörige Erfordernisse;