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Encyclopädisches Lexikon der Erd-. Land- und Feldmessung / W.E.A. v. Schlieben
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258 Stäbe Stadt« zu zeichn«» ^

gebrauchten Maße, deren sich auch die folgenden, Schriftsteller bedienen, mit i ]unsern jetzt gebräuchlichen Maßen verglichen, gibt folgende Zusammenstellung; l >Die Elle H griech. Fuß 1 Fuß 5 Zoll l s 3 3 bin. Par. M. i I* Orgyie 6 - 5 - 8 - 5y - - - 1

Das Plethrum100 - * = 95 = 6| = - - -\

- Stadium 600 - - 570 - 3 4 = - - i (

Ä geogr. Meile. >

Die Parasange 30 Stadien 17108 F. 4 Z. Par. M. ,

2851 Seifen 2 F. 4 Z. Par. M. / eDer Schönus - 5702 Loisen 4 F. 8 Zoll Par. M. i

Röm. Schritt = 5 Röm. F. - 4 F. 6 Zoll 9 Lin. Par. M. i

Röm. Millie - 7M Toisen 2 F. 6 Zoll - \ geogr. M. -i

T V Grad des AequatorS *).

Stäbe von 3 bis 4 Ellen Länge, rund und ganz gerade gearbeitet, !werden zum Bezeichnen gewisser Punkte in der Natur gebraucht. Um solche .Stäbe, auch Absteckstäbe genannt, noch in einer gewissen Entfernung deutlichwahrnehmen zu können, streicht man sie mit zweierlei, sehr von einander ;abstechenden Farben, bandförmig an, und verstehet ihren obern Theil mit ;einer bunten Fahne. Zum Befestigen des Stabes in den Erdboden dientein Stachel von Eisen, der am untern Ende des Stabes angeschlagen ist.

Stäbe zur Kette. Siehe Kettenstäbe.

Städte aufzunehmen. Geschiehet die Aufnahme mit dem Meßtische,so suche man durch einige feste Punkte außerhalb der Ringmauer alle im In- jnern befindlichen, scharf sich auszeichnenden Punkte, wie Kirch - und Thor-thürme , Giebelspitzen und Wetterfahnen durch Visirlinien recht genau zu be- ,stimmen. Kann man sich dann mit dem Meßtische auf einem dieser Punkt«selbst einsetzen was bei Kirchthürmen sich sehr oft thun laßt so gewähret .dieses große Bortheile und erleichtert die Arbeit ungemein. Man bestimmt ,dann von solchen Punkten aus die Ecken der Gaffen , gewisse markirte Punkteauf freien Plätzen, über denen sich dann mit dem Meßtische einsetzen und die Mes- ;sung fortsetzen läßt, und übrigens so viel noch von den Umgebungen der Stadt, ;als immer möglich ist. Die von einem solchen Punkte gezogenen Visirlinienmüssen dann von einem andern schicklichen Punkte aus geschnitten und da- ]durch derselbe in Grund gelegt werden. Wenn alles, was sich von solchenPunkten aus durch Richtlinien bestimmen läßt, geschehen ist; dann gehetman mit Standlinien von Gasse zu Gaffe, gibt hierbei die Richtung dersel-ben, ihre Breite, und die zur Seite stehenden besonders markirten Gebäudenach Form des Grundrisses an. Jede schickliche Gelegenheit, um nach einem , -verlassenen Standpunkte, oder nach sonst schon ganz richtig bestimmten Ge-genständen, wie Säulen, Brunnen rc. zurück zu visiren, muß möglichst benutzt 'werden, um dadurch von der noch richtigen Orientirung des Meßtisches sichzu überzeugen. Ist der Maßstab, in dem gearbeitet wird, sehr groß, f» ,müssen nicht allein alle einzelnen Gebäude, sondern auch die Figuren derGehöfte, und die hinter den Häusern befindlichen Gärten, Ställe und son- 0stigen Hintergebäude speciell angegeben werden. Die Aufnahme einer !Stadt, besonders wenn sie nicht regulär gebaut ist und in Gärten liegt, jmacht oft viel Arbeit, viele Linien muffen unmittelbar gemessen werden, und 'Igemeiniglich kann man, wegen der verschiedenen Wendungen der Straßen, !nur mit kurzen Standlinien weiter arbeiten.

Soll eine Stadt dergestalt aufgenommen werde», daß die Auszeichnung ,in jedem beliebigen Maßstabe geschehen kann, so bedienet man sich sehr .«zweckmäßig des Scheibeninstruments. Das Verfahren hierbei, siehe diesen Artikel ,

Städte zu zeichnen. Man unterscheidet hierbei vorzüglich freie jPlätze, mit Wohnungen überbaute Räume und die im Innern der Städte

*) Mem. d* lAc. dei Sc. 1714. p. 177.