i. Allgemeine Physik.
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Die flüssigen Körper besitzen eben so gut, wie diefesten, zwischen ihren Theilen ein Besircben nach Courtinuilät, weiche der Trennung widerstehet. Dieß be-weisen nicht allein die Wasserblasen, in welchen dieeingeschlossene Luft durch eine so erstaunend feine Was-serhaut zusammen gehalten werde, sondern auch selbstdie kugelförmige Gestalt, welche die Theile der flüssi-gen Körper in kleinen Massen annehmen >’).
Galilei suchte den Zusammenhang der körperli-chen Theile der verschiedenen Körper durch die Kraftder Leere zu erklären. Es ist zu bewundern, daß einso scharfsinniger Mann, wie Galilei war, den scho-lastischen Satz, daß die Natur den leeren Raum ver-abscheue, noch behaupten konnte, und daraus das sowichtige Phänomen des Zusammenhanges ableitete, daihm ein Phänomen, welches weiter unten angeführtwerden wird, so leicht von dem Ungrunde desselben zuüberzeugen vermögend war. Allein man sieht hier einBeyspiel, wie viel verjährte Vorurrheile selbst bey denscharfsinnigsten Köpfen vermögen. Gleichwol war Ga-lilei der erste, der einen guten Grund über den Wi-derstand der festen Körper legte. Seine Untersuchun-gen hierüber betreffen denjenigen Widerstand, der ausder Festigkeit der Fibern entstehet, und beziehen sichauf das, was nachher Musfchcnbroek respektirven Zusammenhang nannte. Er stellt eine Verrgleichung zwischen der Kraft, welche erfordert wird,um ein Prisma oder einen Cylinder von Holz, der ineiner Mauer horizontal steckt, nach einer auf der Län-ge desselben senkrechten Richtung zu zerbrechen, undderjenigen Kraft an, welche diese hölzernen Körper zcr-reisscn werde, wenn sie in der Richtung der Länge ge-zogen
x) Ebendas. Leotur.I. exp.zq. p. 758.