ii 6 I. Geschichte der Physik bis zu Cartesius .
May 1607 den Merkur in der Sonne gesehen zu harben y ). Da er aber nachher von den SonnenfleckenNachricht erhielt, und einsähe, daß damals unmöglichMerkur in der Sonne gewesen seyn könne, so bekann-te er seinen Irrthum selbst. Indessen eignete er sichdoch die-Ehre der Entdeckung der Sonnenflecken zu,wie die von Hansch z ) aus der Vorrede seiner Ephermeriden von 1616 angesührte Stelle zeigt, wo ersich mit dem Mariuü vergleicht, welcher die Jupi-leremonden ebenfalls zuerst gesehen habe, ohne sie zukennen. So schreibt er an dieser angezogenen Stelle:felix sum eo ipso, quod primus hoc saeculo ma-culorum observator; eripio ergo filio tuo palmamhanc eodem jure, quo Marius Galileo satellitii jo-vialis primum visi laudem eripuit. Nam si egonescivi, me solis videre maculas, nescivit et illeprincipio, se Joviales satellites aspicere, cum ta-men aspiceret etc. KeplerS Beobachtung warübrigens an einem im verfinsterten Zimmer aufgefan-genen Sonnenlichte gemacht.
Mit Hülfe der Fernröhre wurden aber die Sonrnenflecken zuverlässiger beobachtet. Johann Fa-bricius, dessen Vater, David, Prediger zu Ostell in Ostfriesland , und selbst Beobachter war, brachtevon einer Reise durch Holland ein Fernrohr mit, wo-durch er nebst seinem Vater, selbst mit Gefahr ihrerAugen, die Sonne betrachteten; sie gebrauchte» dabeyblos diese einzige Vorsicht, daß sie anfänglich die Son-ne
y) Ausführlicher Bericht von dem neuerlich 1607 erschie-nenen Haasicrn. Hall in Sachsen 1608. 4. imgl. phae-nomenon singulare s. Mercurius in sole. Lips. 1609. 4.
z) Vita Ke-pleri in epistolis ad Keplerum scriptis. Lips.I7X8. sol. pag. XXI.