rzo I. Geschichte der Physik bis zu Cartesius .
große Jahr, welches aber gar verschiedentlich an-gegeben wurde x ). Die Vertheidiger des copernicani-schen Systems hingegen betrachteten weil natürlicherbeyde Bewegungen blos als scheinbar. Den schein-bar täglichen Umlauf der Fixsterne leiteten sie nämlichgus der Umdrehung der Erde um ihre Axe, und dieandere Bewegung derselben von einem Fortrücken derNachtgleiche her. Das sogenannte große Jahr be-stimmte Copecnicus auf 25798 Jahre, Tycho und Kepler hingegen auf 2 s 8 oüJahce.
Ucberhaupt hatten die Alten von den Fixsternensehr geringe Vorstellungen. Grst durch das Coperui-canische System erhielt man von der Große der Fix-sterne und deö Weligebäudcs überhaupt weit erhabe-nere Begriffe. Schon Jordan Brunns y ) be-trachtete die Fixsterne als eine unzählbare Menge vonWellen, und verband hiemic die Vorstellung von derUnendlichkeit des Weltalls so wol dem Raume als auchder Zelt nach. Der sonst scharfsinnige Kepler hil*gegen war von einer solchen erhabenen Vorstellung nochweit entfernt. Dieser glaubte, daß cS im WelrbaueVerhältnisse gebe, die sich auf die regulären Körperder Geometrie bezogen z ). Zu einer solchen Idee ver-leitete ihn das alte Vorurtheil, daß sich unsere Son-ne als Hauptkörper des Weltalls vor allen andern aus-zeichne. Er unterschied also die Sonne von den Fix-sternen , und umgab unser System mit einem weilen
leeren
x) Riccieli aliuagestum novum. Bonon. 1651. toi. T. I.p. 130. löS-
y) De innumerabilibus, immense, ct infigurabili, Fsti1591 - 8 -
z) Haruioniacae libri V. Lincii 1619. sei.