Band 
Erster Band. [Erste Periode.]
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iZ2 i. Geschichte Ver Physik bis zu Cartcsius.

Viertes Kapitel.

Von den Meinungen und Entdeckungen, welche unsere Erdeinsbesondere angehen.

erhellet bereits aus dem angeführten, daß manbesonders vermöge der Entdeckungen eines Gali-lei und Kepler mit guten Gründen die Bewe-gung der Erde um die Sonne, und eine tägliche Um-wälzung um ihre Axe annehmen kann. Es befindetsich also die Erde in den nämlichen Umstäuden, wiedie übrigen Planeten, und sie kann folglich mit Rechtals ein Planet unsers Sonnensystems angesehen wer-den. Was nun aber ihre Gestalt betrifc, so habenschon die meisten der berühmtesten Weltweisen Grie-chenlands die Kugelgestalt derselben behauptet. Mitgroßer Wahrscheinlichkeit sind sie auf die Meynungvon der Kugelgestalt der Erde durch die MondstnsterrNisse geleitet worden. Denn bey geringer Aufmerksam-keit fallt es sehr bald in die Augen, daß dasjenige,was eine Verdunkelung im Monde hervorbringt, nichtsweiter als der Erdschatten sey, welchen die Erde derSonne gegen über auf den Mond wirft. Da nun dieGrenzen dieses Schattens sich jederzeit als Kreisbogenzeigen, so ist auch der Schluß richtig, daß der ganzeSchatten ein völliger Kreis seyn müsse. Ausser derKugel giebt es aber keinen einzigen Körper, welcher inallen möglichen Lagen einen kreisrunden Schartenwirst; daher beweiset in der That die Erscheinung derMondfinsternisse die kugelähnliche Gestalt der Erde.

Ja