iz6 I. Geschichte der Physik bis zu CartesiuS.
durch eine Dreyeckverbindnng. Seine Messung, wel-che er im Jahre 161 e uuleruahm, hat er in einemeigenen Werke h ) beschrieben. Die Drcyeckverbinrdüng gieug von Aikmaar nach Leiden und nach Bergvp Zoom. Ist nämlich (fig. 19.) AB CD der Me-ridian von Aikmaar und B Aikmaar, dessen Polhche52 0 40 ' 32", so hat man seine Entfernung vom Po-le Z70 >9^32^. Ferner sei) P Berg op Zoom, seinMeridian APC, die Polhche ^i 0 29', mithin dieEntfernung vom Pole 38° 31'. Zieht man nun PGaus ABG senkrecht, so ist die Differenz der Entfer-nungen vom Pole oder BG — 71'30". Fccner fandSnclliuö die Entfcrniuig von Alkmaar bis nachBerg op Zoom oder BP — Z47loNheinl. Ruthen,und den Winkel PBG — h° 26' 2". Man fin-det also in dein rechtwinklichtcn Dreyecke BPG dieSeite BG — 3421z, wofür aber Snelliuö we-gen der angenommenen Standpunkte 33932 Ruthen annimmt. Durch diese Proportion 71' 32" : <52' —33932 zur zu suchenden Zahl, findet man 2847?für die Lange eines Grades , wofür S n e l l i u s28522 Ruthen annahm. Ob nun gleich dieses Resul-tat viel zu klein ausfiel, wie nachhcrige ganz genaueMessungen erweisen, so gebührt doch dem Snelliuödie Ehre, diesen Weg, den nachher alle Geometer be-treten haben, zuerst gegangen zu seyn. Die dabeyanzustellenden trigonometrischen Berechnungen warenbesonders dem Snelliuö äusserst mühsam, weil ersich des Vortheils der Logarithmen noch nicht bedie-nen konnte. Snelliuö selbst entdeckte auch Fehlerin seiner Messung und in seiner Rechnung; allein derTod (imJahre 1626) hinderte ihn, selbigczu verbessern.
Ober»
i») Nrgtoklbencr Batavus s. de terrae ambitus vera quan-titate. Lugd. Eatav. 1617. 4.
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