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Erster Band. [Erste Periode.]
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141
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i. Allgemeine Physik. 141

Ursache dieser so wichtigen Nakurbegcbsnhcit gekommenist. Es giebt in der That wenige Naturbegebenhei-ten, deren Ursache so evident selbst durch die Anwen-düng der erhabensten Mathematik erwiesen ist, alseben die Erscheinung der Ebbe und Fluth. — DaSMeerwasser erhebt sich einige Stunden lang immermehr und mehr, so daß es seine Küsten oft auf einesehr beträchtliche Weite überschwemmt., nachher steht esgleichsam wol auf eine Viertelstunde lang still; hi^auf fällt es wieder einige Stunden immer mehr undmehr und zieht sich von den Küsten zurück. Die ErrHebung des Wassers heißt Fluch, fein Fallen Ebbe,und beyde wechseln ohne Unterlaß ab, so daß man aneinem jeden Orce binnen einer Zeit von etwa 24-^-Stun-den zweymal Ebbe lind Finch hat. Den höchsten Stand,welchen das Wasser bey der Fluth erreicht, nennt Mandie hohe Flnth, die hohe oder volle"See,welche hiernachst binnen 6 Stunden wieder ablauft,und dadurch Ebbe macht. Der niedrigste Stand, aufwelchen das Wasser bey der Ebbe kömmt, heißt dietiefe See, auf welche sodann die Fluth wieder er-folgt. Die hohe Fluth, welche an ein und eben dem-selben Orte an einem gewissen Tage zu einer gewissenStunde statt fand, kömmt den folgenden Tag etwa um^ Stunden später, und so fällt hohe Fluch und riefeSee nach und nach immer auf andere Stunden, bisetwa nach Z0 Tagen dieselbe wieder um eben dieselbeZeit eintritt. Während der Fluch tritt das Wasserdes Meeres in die Mündungen der Flüsse, welche sichins Meer ergießen, zurück; wahrend der Ebbe aberbekommen diese Flüsse ihren völligen freyen Ablauf wie-der. Ueberhaupt lehrt die Erfahrung, daß bey derEbbe und Fluth an denjenigen Orten, wo die Bewe-gung des Wassers nicht durch Meerengen, Inseln,