i j 2 I. Geschichte der Physik bis zu Cartesius .
welche an allen Orten der Erdbahn gegen die Ebenederselben eine beynahe unveränderliche Neigung berhält, und umhin fast jederzeit unter sich parallel bleibt,verursacht, daß sich die Ebene der Ecliptik mit derEbene desAequatoro unter eben dem Winkel von 23^°zu durchschneiden scheint; daher kommt es uns vor,als ob die Sonne etwa vom 2 neu März au bis zum2 >ren 2 "ui um 23I 0 i'ibcc dem Aequator in der uördrlichen Kugel hinaufsteige, vom 2i ien Scptemb. aberbis jum 2>tc»Decemb. um eben so viele Grade in diesüdliche Halbkugel hinabgehe. Hierinn liegt nun derGrund von den Abwechselungen der Tageölängeu,und ber verschiedenen Jahrüzeilcn auf unserer Erde,wodurch schon die Alken veranlaßt wurden, die Erd»stäche in verschiedene Climaken einzutheilen. Sie ver-standen darunter schmale Erdgünel, deren GrenzenKreise sind, die mit dem Aequator parallel gehen; sodaß von einer Grenze bis zur andern die Zeitdauer deslängsten Tages um ch Stunde zunahm. So erstrecktsich also das erste Clima vom Aequator, wo die Targesläuge jederzeit >2 Stunden ist, bis an den Paral-lclkreis, wo der längste Tag i2ch Stunde dauert; daszweyte von diesem Parallelkrcis bis zum folgenden, woder längste Tag i z Stunde» hat u. f. f. Die Altenglaubten nämlich, daß Oerrer und Lander, welche inein und demselben Clima lägen, gleich warm oder gleichkalt wären. Dieser Eintheilung gemäß kommen vomAequator an gerechnet bis an jeden Polarkreis, woder längste Tag 24 Stunde» dauert, 24 Climate».Innerhalb der Polarkreise wächst der längste Tag soschnell, daß er einen Grad nach den Polen zu schoneinen Monat lang ist. Deßwegen haben einige diekalten Zonen noch i» 6 Climaken getheilt, in deren je-dem vom Anfange bis zu Ende der längste Tag um
einen