ij6 I. Geschichte der Physik bis zu Cattesius.
lamio f ) darüber beklagt, daß man zu seiner Zeitdie physikalischen Untersuchungen über die Natur desLichts vernachlässige, und selbiges blos mathematischbetrachte. Big dahin waren blos folgende Eigen-schaflen des Lichts bekannt: i. daß es sich vondem leuchtenden Körper aus nach allen Richtungen hinin geradlinichcen Strahlen verbreite, 2. daß es vonder Oberfläche eines glatt polirten Körpers unter demnämlichen Winkel zurück geworfen werde, unter wel-chem es auffiel, und 3. daß es in eine andere Lage^gebrochen werde, wenn es aus einem durchsichtigen'.Mittel in ein anderes übergeht. Nach welchem Ge-setze aber diese Brechung des Lichts erfolge, war nochwicht bekannt. Die Beschaffenheit des daiualigen Zu-standes der Lehre vom Lichte überhaupt laßt sich ambesten aus den Furagen beurtheilen, welche Baconvon Verulamio den Physikern zur weitern Unter-suchung vorlegt «).
1) Solle man die Eigenschaften derjenigen Din-ge untersuchen, welche Licht um sich verbreiten, wiez. B. die Sterns, feurige Meteore, die Augen eini-ger Thiere, einige Arten von faulem Holze u. d.gl.
2) Solle man auch Untersuchungen über diejeni-gen Dinge anstellen, welche kein Licht hervorbringen,ob sie gleich mit denjenigen Dingen, welche Licht er-zeugen, eine auffallende Aehulichkeit besaßen. Sogäbe siedendes Wasser kein Licht von sich, so wie auch'sehr erhitzte Lust nicht u. s. f.
Z)
f) De dignitate et augmenti? scientiarum libri IX. tlt opp.
Franc. 1665. foi. p. 119.
g) De interpretatione naturae, ib. p. 746. sqq.