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Erster Band. [Erste Periode.]
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2. Besondere Physik. I. vorn Lichte. 167

nur alSdenn erweitere, wenn das eine Auge geschlossenwäre, und daß sie sich verengere, wenn man es wie-der öffne. Diese Meynung hatte man überall an-genommen, bis Fabricius ab Aqua pendentean beyden Augen einer Katze, wenn sie zugleich offenwaren, die Verengerung und Erweiterung der Pupillebemerkte. Auch fand nachher der Pater Paul vonVenedig durch wiederholte Erfahrungen, baß dieseBewegung der Pupille auch an den offenen Augen derMenschen statt sinde.

Weiter verficht Porta, eine Erklärung von derWirkung der erhabenen und hohlen Glaser bey denweitsichtigen und kurzsichtigen Personen zu geben. Al-lein seine Erklärung ist von keiner Erheblichkeit undganz unrichtig. Ueberhaupt erwähnt er nie etwas vomGesetze der Brechung; er führ bloß ohngefähre Be-slinuuungen des Weges an, welchen die einzelnen Strah-len von gewissen Punkten des Gegenstandes durch dasGlas nehmen. Seiner Meynung nach rührt die Weit-sichtigkeit bey alten Leucen von einer zu weiten Pupille,und zu dicken Feuchtigkeit her; so wie bey jungen Per-sonen von der zu großen Verengerung der Pupille.

Was die Frage betrifft, woher es komme, daßman mit zweyen Augen nur einfach sehe, so führtPorta die darüber aufgestellten Hypothesen umständ-lich an; er glaubt, aber gegen alle Erfahrung, mansehe beständig nur mit einem Auge, und sucht dießsogar durch Erfahrung zu erweisen.

Porta führt noch folgende Beobachtung an,die er auch durch eine Zeichnung erläutert; wenn näm-lich eine runde Platte auf dem Boden eines mit Was-ser gefüllten Gesäßes liege, und man betrachte selbigeüber dem Gesäße nach einer senkrechten Richtung, so

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